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Am Standort Würzburg tut sich was
Bei den 10. Wirtschaftstagen präsentieren sich in der Stadt am Main ab dem 7. März
40 Unternehmen bei mehr als 50 Veranstaltungen – Der Schwerpunkt lautet „Neues aus Würzburg“


Von Michaela Schneider
Würzburg  
Würzburgs Wirtschaft hat mehr zu bieten, als man gemeinhin annimmt: Aus der Idee heraus, dies zu ändern, wurde vor 14 Jahren die gemeinnützige Regionalmarketing-Gesellschaft Würzburg AG aus der Taufe gehoben. Und seit einem Jahrzehnt organisiert die Gesellschaft mittlerweile die Würzburger Wirtschaftstage. Die zehnte Ausgabe steigt heuer vom 7. bis 12. März, sie steht unter dem Schwerpunkt „Neues in Würzburg“. Präsentieren werden sich um die 40 Unternehmen mit mehr als 50 Veranstaltungen, erzählt der 57-jährige Klaus Walther, Vorstandsmitglied der Würzburg AG sowie  Fachbereichsleiter Wirtschaft, Wissenschaft und Standortmarketing bei der Stadt.


Die Würzburger Wirtschaftstage jähren sich heuer zum zehnten Mal. Welche Idee stand am Anfang?

Klaus Walther: Wir haben damals in der Würzburg AG rasch gemerkt, dass klassisches Außenmarketing sehr teuer ist. Dabei gibt es eigentlich keinen besseren Botschafter als den Würzburger selbst. Dafür muss er aber erst einmal wissen, was seine Stadt zu bieten hat. Bei den Wirtschaftstagen geht es – anders als vielleicht bei Messen – nicht ums Verkaufen, sondern es handelt sich um eine Wirtschaftsschau mit Imagefaktor. Unsere Grundidee war es von Anfang an, die Einheimischen hinter die Kulissen der Firmen schauen und Neues erfahren zu lassen.


Damit sind wir schon beim Schwerpunkt „Neues in Würzburg“. Was gibt es hier denn Neues?

Walther: Das Etikett „neu“ hat durchaus einen tieferen Sinn, zum Beispiel hat sich die Gründerszene in Würzburg toll entwickelt. Der Würzburger konzentriert sich jedoch gern auf Problemzonen wie das Mozartareal und sagt: Bei uns tut sich nichts. Das stimmt aber so nicht. Wir haben ganz bewusst einmal Würzburger Erfolgsgeschichten zusammengetragen. Hierfür nur einige Beispiele: Das Universitätsklinikum entwickelt sich ständig weiter, 2004 wurde das Zentrum für Operative Medizin eröffnet, 2009 das Zentrum für Innere Medizin. Die Schweinfurter Straße hat sich von einer tristen Hauptverkehrsstraße zu einem logistisch und architektonisch attraktiven Dienstleistungsstandort gewandelt. Am Hubland wächst ein neuer Stadtteil. Vor zweieinhalb Jahren hat die Fachhochschule einen preisgekrönten Neubau eröffnet. Das Image der Zellerau hat sich absolut verändert hin zum trendigen Szenestadtteil. Diese Liste ließe sich fortschreiben.


Bleiben wir in der Zellerau. Geplant ist ein Aktionstag Bürgerbräu Würzburg. Dabei geht es um die Frage, welchen Mehrwert Kultur und Kreativität für die Wirtschaft haben. Wie lautet Ihre Antwort?

Walther: Zunächst einmal: Auf dem Bürgerbräu-Gelände hat sich ein Kultur- und Kreativzentrum entwickelt, unter anderem mit Mode, Industrie-Design, dem Central Kino oder Live-Fotoshootings. Das Gelände selbst ist schon eine Besichtigung wert, deshalb steigt dort am 12. März unser Aktionstag. Aber zu Ihrer Frage: Kultur und Kreativität sind sehr weit gefasste Begriffe und begrenzen sich längst nicht auf den engen Kulturbegriff. Ein ITler, der eine gute App entwickelt, muss hochkreativ arbeiten. Kreativwirtschaft reicht vom Informatiker über den Architekten bis zum Stepptänzer. Bedenken muss man: Wir haben in Deutschland wenig Rohstoffe, da bleibt uns nur der Kopf. Wir leben hierzulande von Produkten, die aus der Kreativität heraus entstehen. Und was den Standort Würzburg angeht: Wir haben hier keine große Industrie, die größten Arbeitgeber sind die Universitätsklinik, die Stadt und die Universität. Und 34000 Studenten sind wiederum eine hervorragende Grundlage für innovative Ideen.   


Würzburg beweist also Köpfchen. Können Sie dies mit zwei Beispielen konkretisieren?

Walther: Gerne. Das Unternehmen va-Q-tech ist ein gutes Beispiel. Es ging vor zwölf Jahren als Startup an den Start. Heute beschäftigt es 250 Mitarbeiter und ist weltweit der zweitgrößte Hersteller von isolierten Behältern mit Hightech-Dämmung. Diese werden zum Beispiel zum Transport von hochsensiblen Medikamenten oder auch wertvollen Kunstwerken verwendet. Ein etwas allgemeineres Beispiel wäre das Thema Wein. Frankenwein war eigentlich immer schon gut, ließ sich aber noch vor einem Jahrzehnt nach außen hin schwer verkaufen, weil das Image nicht passte. Inzwischen steht Franken für eine innovative Weinwirtschaft, weil sich das Marketing komplett gewandelt hat. Erst vor kurzem haben Winzer den neu designten Bocksbeutel präsentiert. Bei den Wirtschaftstagen wird die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau das Thema „Innovative Weinwirtschaft“ bei Weinbergsführungen und Versuchskeller-Besichtigungen aufgreifen, zudem stellen sich vier topmoderne, regionale Weingüter vor.  

Der Artikel  ist unter anderem  im Main-Echo erschienen.

Infokasten: 10. Würzburger Wirtschaftstage

Bei den 10. Würzburger Wirtschaftstagen vom 7. bis 12. März bieten fast 40 Unternehmen und Institutionen mehr als 50 Einzelveranstaltungen an, darunter Führungen, Vorträge, Beratungsdienstleistungen und Firmenbesichtigungen. Der Schwerpunkt liegt auf dem Motto „Neu in Würzburg“. Alle Veranstaltungen können kostenlos besucht werden, wichtig ist in vielen Fällen eine Anmeldung vorab, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Ein Überblick über alle Veranstaltungen findet sich im Internet unter www.wuewita.de

Klaus Walther, Fachbereichsleiter Wirtschaft, Wissenschaft und Standortmarketing bei der Stadt Würzburg.

Foto: Michaela Schneider