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Wo sich die Weltelite und Breitensportler ein Stelldichein geben

 

Von Michaela Schneider

 

Oberallgäu Die Ofterschwanger gelten im Allgäu inzwischen als „alte Weltcup-Hasen“ – zum siebten Mal werden sich in dem Hörnerdorf Anfang März die Damen der Weltelite im Slalom und Riesenslalom messen. Grasgehren bei Obermaiselstein indes ist eine noch junge Weltcup-Austragungsstätte: Nach einjähriger Pause werden sich hier Anfang Februar die weltbesten Skicrosser zum zweiten Mal zum Wettkampf treffen. Doch fühlen sich auf den Skipisten der Hörnerdörfer nicht nur Spitzensportler wohl: Die Region ist mit ihren fünf Skigebieten und einer Pisten-Gesamtlänge von 85 Kilometern gleichzeitig ideal geeignet für Familien, Anfänger und Genussskifahrer.

 

Die Vorbereitungen zu den beiden Weltcups laufen auf Hochtouren. Dabei ist es gerade für so kleine Kommunen wie Obermaiselstein und Ofterschwang immer wieder aufs Neue ein Kraftakt derart große Veranstaltungen zu schultern. Mehr als 5000 Zuschauer verfolgten die spektakulären Renndurchläufe beim Skicross-Weltcup 2011 in Grasgehren; und in Ofterschwang erlebten im vergangenen Winter sage und schreibe fast 20000 Zuschauer live den letzten Saisonauftritt des Weltcup-Rennzirkus´, das Bergdorf selbst zählt indes gerade einmal 2000 Einwohner. Mehrere hundert ehrenamtliche Helfer aus den eigenen und umliegenden Ortschaften sind deshalb vor und während der Großveranstaltungen jedes Mal im Einsatz, um Pisten zu präparieren, Gäste wie auch Athleten zu betreuen und einen reibungslosen Veranstaltungsablauf  zu gewährleisten – viele Oberallgäuer nehmen sich extra Urlaub, um ihren Beitrag im Helferteam zu leisten.

 

Als erstes steht nun vom 1. bis 3. Februar der FIS-Audi-Skicross-Weltcup am Bolgengrat in Grasgehren an. Die Sportart ist noch recht jung und erst seit 2010 olympisch. Die Athleten fahren dabei auf einem Kurs mit Sprüngen, Wellen und Kursen, je vier Skifahrer starten gleichzeitig. Gewertet wird nach dem KO-System, nur die beiden Erstplatzierten steigen in die nächste Runde auf. Anders als bei klassischen Skirennen erleben die Zuschauer hier direkte Verfolgungs- und Überholmanöver, die explosiven Läufe sorgen inzwischen regelmäßig für hohe Einschaltquoten. Auch 2013 wird das ZDF den Skicross-Weltcup in Grasgehren wieder live übertragen. Die Qualifikation der Damen beginnt am Freitag, 1. Februar, um 10.30 Uhr, die Qualifikation der Herren um 12.45 Uhr. Die Finalrennen am Samstag und Sonntag starten jeweils um 13.30 Uhr, am Sonntag gehen ab 9.45 Uhr die Qualifikationsläufe voraus. Dabei können sich die Besucher nicht nur am Pistenrand auf  gute Unterhaltung freuen. Freitag und Samstag steigt jeweils ab 18 Uhr im Kurpark Obermaiselstein eine Aprés-Cross-Party, hier findet zudem am Freitag ab 20 Uhr die offizielle Eröffnungsfeier mit Teampräsentation statt. Die Siegerehrung am Sonntag schließt sich dann direkt ans letzte Rennen im Skistadion Grasgehren an.

 

Einen guten Monat später wird am 9. und 10. März die Gemeinde Ofterschwang in den internationalen Fokus der Wintersportfans rücken: Zum bereits siebten Mal werden am Ofterschwanger Horn die besten Ski-Athletinnen der Welt an den Start gehen, das Hörnerdorf hat sich längst als beliebter Treff unter den Athleten etabliert. Dabei verlief der Weltcupauftakt einst alles andere als glücklich: Erstmals sollten die Ofterschwanger einen Weltcup im Jahr 1998 ausrichten – die Veranstaltung fiel damals im wahrsten Sinn des Wortes ins Wasser. Doch ließen sich die Oberallgäuer davon nicht entmutigen und bewarben sich sofort fürs folgende Jahr um einen Herren-Weltcup. Und der sollte dann Ende Februar 1999 ein voller Erfolg werden.

 

Auch 2013 erwarten die Ofterschwanger wieder tausende Fans am Pistenrand und auf den Sitz- und Stehplatztribünen, wenn Spitzen-Athletinnen wie Viktoria Rebensburg, Maria Höfl-Riesch oder Lindsey Vonn an den Start gehen. Stadioneinlass ist am Samstag und Sonntag jeweils ab 8 Uhr, der erste Lauf beginnt jeweils um 10.30 Uhr, der zweite um 13.30 Uhr. Am Samstag werden die Sportlerinnen zum Riesenslalom antreten, am Sonntag zum Slalom. Zudem steigt sowohl direkt an der Piste wie auch im benachbarten Sonthofen auf dem Rathausplatz eine große Weltcup-Party im Rahmenprogramm. Der Startschuss fällt bereits am Freitagabend vor dem offiziellen Wettkämpfen mit der Startnummernauslosung zum Riesenslalom um 18.30 Uhr auf dem Sonthofer Rathausplatz mit anschließender Party und Musik. Ähnlich wird der Samstagabend hier aussehen: Ab 18.30 Uhr Siegerehrung Riesenslalom, Startnummernauslosung Slalom und Weltcup-Party. Am Freitagabend ab 19 Uhr sowie ganztags am Samstag und Sonntag ist zudem Unterhaltung im Weltcup-Festzelt direkt am Veranstaltungsgelände angesagt. Jeweils um 11.30 Uhr beginnt ein Frühschoppen mit örtlichen Blaskapellen, abends spielen Samstag und Sonntag ab 19 Uhr die „Hunis“ und „Zündstoff“ und am Sonntag ab 18 Uhr die „Kultivierten“. Zuvor direkt in Anschluss an den letzten Wettkampf: Siegerehrung Slalom im Skistadion Ofterschwang.  Die Wettkämpfe werden im ZDF übertragen.

 

Doch nicht nur Spitzensportler fühlen sich auf den Pisten im Gebiet der Hörnerdörfer wohl, die Region ist gleichermaßen beliebt bei kleinen wie großen Breitensportlern. Die fünf Skigebiete mit 85 Kilometern präparierter und beschneiter Piste im Überblick: Ideal für Familien geeignet sind die Hochschelpenlifte in Balderschwang – hier steigen die Wintersportler direkt vor der Haustür ins Skigebiet ein. Die Region besteht aus einem Liftverbund mit 4er-Sesselbahn, drei Großschleppliften sowie zwei Übungsliften und Abfahrten von „leicht“ bis „FIS-Strecke“. Ein Skipass für zwei Skigebiete mit 13 Liften lautet das Motto der Allgäuer Hörnerbahnen, sie sind durch einen kostenfreien Pendelbus miteinander verbunden. Fahrtzeit von Skigebiet zu Skigebiet: Gerade einmal sieben Minuten. Von den zusammen 35 Kilometern Skipiste sind 25 beschneit. Wer will, kann sich hier auf die Spur der Spitzensportler begeben auf der Weltcup-Strecke am Ofterschwanger Horn oder aber auf breiten Genusspisten sanfte Schwünge fahren. Zudem gibt es spezielle Kinderski-Gelände, drei Funparks und fünf Skischulen. Als „Schneeloch des Oberallgäus“ bekannt und wegen seiner Übersichtlichkeit gerade auch bei Familien beliebt ist das Skigebiet Grasgehren mit fünf Liftanlagen auf einer Höhe von 1400 bis 1700 Metern Höhe. Schließlich komplettiert noch das Fischinger Skigebiet den Fünferreigen – klein, familienfreundlich, mit zwei Schleppliften, einem Kinderlift, einem Zauberteppich und einer Rodelbahn hat hier schon so manches Schneehaserl die ersten Kurven auf der Piste gedreht. Das Skigebiet liegt gleich am Ortsrand, bietet direkten Sichtkontakt für die Eltern, abendliche Flutlichtanlage und Rodelbahn inklusive.

 

 

Der Artikel ist im Auftrag der Presse und Kommunikation
Saremba GmbH im Hörderdörfer-Magazin erschienen.

Winter im Allgäu.

Foto: Michaela Schneider