Ich schreibe für Sie!
Guten Tag!. Journalismus. Schwerpunkte. Pressetexte. Fotografie. Schöne Literatur. Veröffentlichungen. Kontakt. Michaela Schneider - Freie Journalistin in Würzburg
Hier finden Sie eine Auswahl
an Verlagen und Agenturen,
für die ich schreibe:

Impressum

Meine AGB

Fränkischer Tag

Franken.Das Magazin für Land und Leute

Presse & Kommunikation Saremba GmbH

KulturGut

Museumsmagazin ZeitenRaum

Tanner Werbung GmbH

Ideeologen - Gesellschaft für neue Ideen

Main-Echo

Heragon Verlag

Augsburger Allgemeine

Fränkische Nachrichten

Journalismus

Pressetexte

Fotografie


Kurzgeschichten

                                          Chroniken


Auf Facebook posten
Auf Twitter posten
Auf Google Lesezeichen posten
Per E-Mail senden

„Schläft ein Lied in allen Dingen“

Das 1. Internationale Festival des Liedes „Dein LIED“ feiert im Mai in Rothenburg Premiere – Dem Begründer
Christoph von Weitzel ist es als erstem Sänger gelungen, das Volkslied in den Konzertsälen der Welt zu etablieren


Rothenburg (oh) Das  Kunst- und Volkslied hat gerade im deutschen Sprachraum eine sehr hohe Qualität entwickelt. Zudem böten die alten Lieder den Menschen Wurzeln und Orientierung in einer immer unübersichtlicheren Welt, sagt der Opernsänger Christoph von Weitzel. Deshalb lädt er vom 22. bis 25. Mai zum 1. Internationalen Festival „Dein Lied“ nach Rothenburg ob der Tauber ein. In Workshops und Konzerten können Teilnehmer und Gäste Liedgut aus aller Welt entdecken. Der Veranstaltungsort im Mittelfränkischen ist dabei kein Zufall: Rothenburg selbst gilt mit seiner herrlichen Lage an der „Romantischen Straße“, seiner Architektur und der langen Geschichte als Inbegriff der Deutschen Romantik. In derselben Zeit erlebte das romantische Kunstlied im deutschen Bildungsbürgertum seine Hochblüte. Als Inspiration dienten die alte Weisen und Volkslieder.


Wie aber kam Opernsänger Christoph von Weitzel auf das Volkslied? Schon in seiner Familie habe man die Tradition des gemeinsamen Singens gepflegt, erinnert sich der Bariton zurück. Und auch seine Klassenlehrerin habe zu Schulzeiten ein Lied nach dem anderen mit der Klasse einstudiert. Er studierte Gesang bei Barry Mora an der Oper Frankfurt und Professor John Lester (USA). Der Meisterkurs bei Elisabeth Schwarzkopf, besonders jedoch die Arbeit mit Walter Berry prägten seinen künstlerischen Werdegang. Es folgten Engagements an zahlreichen Opernhäusern. Doch obwohl der charismatische Sänger an vielen großen Opernproduktionen mitwirkte: Das Lied in seiner enormen Vielfalt und seine Entwicklungspotentiale bilden den Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens. 2009 sollte er als erster Sänger überhaupt das Volkslied im Konzertsaal etablieren. Sein Programm „Schläft ein Lied in allen Dingen“ mit den schönsten deutschen Volksliedern erwies sich nicht nur hierzulande, sondern vor allem auch im Ausland als Publikumsrenner: Christoph von Weitzel erfuhr, dass Menschen selbst in Neuseeland am anderen Ende der Welt die hohe Qualität des deutschen Volkslieds schätzen.


Dass sich immer mehr Menschen auf das alte Liedgut rückbesinnen, erklärt sich Weitzel auch damit, dass die alten, im Volk verwurzelten Weisen ein Stück weit Orientierung bieten in einer immer unübersichtlicheren Welt. Vielleicht passt das Festival „Dein Lied“ gerade deshalb so gut in die Tauberstadt: Hier fühlt man sich auf Anhieb in eine andere, behütete und Orientierung sowie Sinn gebende Welt versetzt. Rothenburg gilt weltweit als Deutschlands bestes Beispiel für eine intakte mittelalterliche Stadt – beim Bummel durch Straßen und Gassen atmet man frühere Zeiten. Auf Schritt und Tritt begegnen Besucher zwischen alten Stadtmauern dem Charme des Mittelalters und der Romantik.


Doch zurück zum Volkslied. Was genau darunter zu verstehen ist, hat die Wissenschaft bis heute nicht beantwortet, sagt Weitzel. Deshalb wagt er sich selbst an eine Definition: Ein Volkslied sei ein Lied, das im Volk bekannt sei, vom Volk gesungen werde und im entsprechenden Sprachraum verwurzelt sei. Die ältesten bekannten Volkslieder im deutschen Sprachraum reichen zurück bis ins späte Mittelalter. Bis heute entsteht ständig neues Liedgut. Den Begriff „Volkslied“ prägte übrigens Johann Gottfried Herder, der einflussreichste Schriftsteller und Denker deutscher Sprache im Zeitalter der Aufklärung. Im großen Stil sammelte er seinerzeit das alte Liedgut, jedoch längst nicht als erster: Als eine der ältesten Sammlungen  gilt hierzulande das „Lochamer-Liederbuch“. Dessen Hauptteil stammt aus den Jahren 1451 bis 1453, insgesamt umfasst es 93 Seiten mit rund 50 Liedern.


Nichts zu tun hat das Volkslied laut Weitzel mit volkstümlicher Musik. Anders indes sieht es mit Blick auf das Kunstlied aus, das seine Hochblüte im 19. Jahrhundert erfuhr und sich erst auf Basis der Volkslied-Tradition entwickeln konnte. „Die Qualität des deutschen Volksliedes ist zum Teil derart hoch, dass es nahezu ebenbürtig neben dem Kunstlied steht“, sagt von Weitzel. Da verwundert es nicht, dass selbst große Komponisten wie Johannes Brahms Volkspoesie vertonten und eigene Volkslieder schufen. „Guten Abend, gut‘ Nacht“ wurde in der Brahmschen Vertonung unter dem Titel „Wiegenlied“ zu einem der bekanntesten Schlaflieder der Welt.


Christoph von Weitzel liegt bei seiner Arbeit auch daran, über das Volkslied die Freude der Menschen am Kunstlied zu wecken. Selbiges bezeichnet er als „eines der wertvollsten Kulturgüter, um das uns die ganze Welt beneidet“. Er ergänzt: „Wer das Volkslied liebt und seine Schönheit und Tiefe genießt und schätzt, ist vom Kunstlied nicht weit entfernt.“ Das Internationale Festival „Dein Lied“ hat von Weitzel auch als ein Forum internationaler Begegnungen konzipiert und ins Leben gerufen. Ein besonderer Leckerbissen dürfte das große Galakonzert „Europa im Lied“ am Freitag, 23. Mai, mit Gesangsstars aus Spanien, Schweden und Deutschland sein. „Das Medium Lied ist ein sehr schöner Weg, um andere Menschen und Kulturen kennenzulernen, aber auch, um uns unserer gemeinsamen Wurzeln bewusst zu werden“, sagt Weitzel. Nicht nur das Liedgut selbst, sondern auch Rothenburgs historische Kulisse kann dazu einen Beitrag leisten.


Der Artikel ist im Auftrag der Presse & Kommunikation Saremba GmbH entstanden.

Ihre Unterstützung:


Hat Ihnen mein Artikel gefallen? Dann würde ich mich freuen, wenn Sie mich mit einem Klick  „flattern“, um mir ein kleines Zeichen der Anerkennung zu schicken. Herzlichen Dank!


Flattr this


Dein LIED - 1. Internationales Festival des Liedes in Rothenburg ob der Tauber


Das Internationale Festival „Dein Lied“ vom 22. bis 25. Mai im Wildbad in Rothenburg ob der Tauber ist ein Festival für Menschen aller Nationen und gesellschaftlicher Gruppierungen zum Thema Volks- und Kunstlied.


Workshops für Amateure: Kinder, Jugendliche, erwachsene Laien, angehende Profis und renommierte internationale Sänger gestalten das Festival gemeinsam. Jeder darf singen und konzertieren. In Workshops können Amateure unter professioneller Anleitung ihre Lieblingslieder singen, ausfeilen und perfektionieren. Die Ergebnisse präsentieren sie am Samstagabend in einem Workshopkonzert. Informationen und Anmeldung unter Telefon 09861/938137 oder Email hpnitt@t-online.de


Meisterkurs für Gesangsstudenten: Im Meisterkurs entwickeln Gesangsstudenten und angehende Sänger neue Präsentationsformen für das Lied, den Liederabend und beziehen andere Kunstformen wie etwa Pantomime oder Film ein. Informationen und Anmeldung unter Telefon 0172/6621002 oder per Mail post@christoph-von-weitzel.de


Galakonzert: Beim Galakonzert am Freitag, 23. Mai, um 19.30 Uhr stellen Topsänger aus verschiedenen Europäischen Ländern die Liedkultur und Lieder ihrer Heimat vor. Auftreten werden unter anderem der Königliche Hofsänger Karl-Magnus Frederiksson aus Schweden und die renommierte spanische Sopranistin Patricia Caicedo. Kartenvorverkauf bei Rothenburg Tourismus Service am Marktplatz 2 oder online unter www.dein-lied.com