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Sommertheater mit Tiefgang


Rothenburg (oh) Freilichtbühnen gibt es viele – doch das Toppler Theater in Rothenburg ob der Tauber ist auf seine Art einzigartig: Im historischen Nordhof des Reichsstadtmuseums gelegen, bietet es rund 120 Besuchern Platz. Theaterleiter Erich Landgraf spricht zurecht von einer intimen, herzlichen Atmosphäre. Doch Gäste schätzen nicht nur das Ambiente, sondern auch die Stückauswahl: Die Profibühne steht für unterhaltsames Sommertheater mit Tiefgang. Vom 1. Juli bis zum 28. August zeigt das diesjährige Ensemble Moritz Rinkes Vier-Personen-Stück „Wir lieben und wissen nichts“ und die Komödie „Der dressierte Mann“.


Boulevardtheater mit Niveau – so lassen sich die Eigenproduktionen des Toppler Theaters vielleicht am besten umreißen. „Wir merkten, dass problematische Stoffe nicht zu Rothenburg passen. An einem warmen Sommerabend will unser Publikum lachen und gut unterhalten sein“, sagt Theaterleiter Landgraf. Doch setzt er dabei bewusst auf feinen, hintersinnigen Witz. In dem Stück „Wir lieben und wissen nichts“ geraten während eines geplanten Wohnungstausches vier Charaktere aneinander. Die rasante Komödie mit Tiefgang deckt dabei laut Langraf so manche Absurdität des modernen Lebens auf. „Der dressierte Mann“ drehe sich dann um die Frage, wer in der heutigen Gesellschaft das unterdrückte Geschlecht sei: Immer noch Frau oder inzwischen Mann? John von Düffels Bühnenadaption lehnt sich eng an den Bestseller von Esther Villar an.


Bei den Inszenierungen des Toppler Theaters braucht es dabei kaum Bühnenbild. Kulisse ist mit dem historischen Ambiente im Nordhof des ehemaligen Dominikanerklosters laut Landgraf schon da, Balkon und Mauer werden mitbespielt. Attraktiver Nebeneffekt: Der Fokus liegt bei den Komödien verstärkt auf der Darstellung. „Die Bühne ist klein, die Atmosphäre intim - eigentlich sitzen bei uns alle Zuschauer in der ersten Reihe“, sagt der Theaterleiter, ergänzt: „Wir wollen vermitteln: Wir sind froh, dass ihr da seid.“ Und so gebe es Decken, Regenhaut und Sitzkissen ohne lästige Leihgebühr.


So außergewöhnlich wie die Bühne, ist übrigens auch der Werdegang des Theaterleiters: Erich Landgraf ist studierter Bergbauingenieur. Mit Kultur hat dies auf den ersten Blick wenig zu tun. Allerdings wuchs der heute 80-Jährige in Weimar auf. „Da kommt man um Goethe und Schiller nicht herum“, sagt er. Und hier schließt sich der Kreis, denn Goethe interessierte sich einst intensiv fürs Thema Bergbau. Kein Wunder also, dass Landgraf der Goethe-Gesellschaft beitrat, im Jahr 2004 das Rothenburger Kulturforum mitbegründete und vier Jahre später mit dem Toppler Theater eine Sommerbühne in der Tauberstadt etablierte. Während der Saison sei er rund um die Uhr im Einsatz, das Jahr über täglich ein paar Stunden. Natürlich unentgeltlich, fügt der engagierte Kulturfreund wie selbstverständlich hinzu. Bezahlt werden beim Toppler Theater nur Schauspieler, Regie und Verwaltung. Alles andere geschieht im Ehrenamt. Für 2016 kündigt Landgraf übrigens bereits eine „kriminale Saison“ an –  vielleicht sogar inklusive Uraufführung.

Der Artikel  wurde im Auftrag der „Presse & Kommunikation Saremba GmbH“ verfasst.

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