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Straßenmusiker aus Leidenschaft: „Three Men Televison“.

Foto: Michaela Schneider

Pflastersteine, die die Welt bedeuten

Festival Die Band „Three Men Televison“ spielt in Fußgängerzonen oder auch einmal auf einem
Parkdeck – Am Wochenende feiert Europas größtes Straßenmusikfestival sein zehnjähriges Bestehen


Von Michaela Schneider

Würzburg „Spielt man auf einer Bühne, ist das Publikum automatisch da. Als Straßenmusiker muss man sich die Aufmerksamkeit dauernd neu erkämpfen“, sagt der 25-jährige Christian. Der Student weiß wovon er spricht: Mit seinen zwei Kommilitonen Jan-Philip und Julian spielt er mal vor Würzburgs Schaufenstern, mal im Ringpark oder am Vierröhrenbrunnen.  „Three Men Television“ nennt sich die Straßenmusiker-Band. Die drei Fernsehjungs sind allesamt 25 Jahre und studieren Gymnasiallehramt. Vom 6. bis 8. September werden sie beim Würzburger Straßenmusikfestival, kurz STRAMU, zu hören sein. Das Festival feiert heuer sein  zehnjähriges Bestehen.


Mit zwei Gitarren, einer Art Kistentrommel namens Cajon, Melodica und Rasseln  spielen „Three Men Television“ Coversongs etwa von den Sportfreunden Stiller, Of Monster and Men, Bloc Party, Herrenmagazin oder auch einmal von Adele. Und seit einiger Zeit komponieren sie erste eigene Songs, die meisten auf Deutsch. Ihre Wurzeln sehen die Studenten dabei irgendwo zwischen Punkrock, Independent und Hardcore. Sie betrachten sich selbst als Singer und Songwriter und scheuen auch vor sperrigeren Nummern nicht zurück. „Wenn wir „Wonderwall“ singen, wissen wir vorher, dass das funktioniert. Feedback auf unbekannte, eigene Nummern zu bekommen, ist viel schwieriger“, sagt Julian.


Anders als die meisten anderen Bands streben die drei Fernsehjungs ganz bewusst keine Clubauftritte an: Sie wollten sehen, wie gewöhnliche Passanten auf ihre Musik reagieren, wollten sich ihr Publikum immer wieder aufs Neue erarbeiten. Und sie wollten die Freiheit behalten, zu spielen, wann und wo und was sie wollten, erzählen die Drei. Für Hochzeiten, Feiern oder auch einmal ein Weinfest können „Three Men Television“ dennoch gebucht werden.


Wobei auch Straßenmusik geplant sein muss, denn spätestens einen Tag vor ihrem Auftritt müssen Künstler eine Genehmigung bei der Stadt kaufen – und von diesen gibt es fürs gesamte Stadtgebiet pro Tag nicht mehr als fünf. Eine weitere Auflage: Nach spätestens 30 Minuten müssen Straßenmusiker mindestens 100 Meter weiter an einen neuen Standtort ziehen. Die Resonanz der Würzburger Unternehmer sei dabei unterschiedlich: „Manche Ladeninhaber sind nicht so froh, wenn wir vor Schaufenstern spielen. Vor Bars und Cafés dagegen sind wir recht gern gesehen, denn das könnte zusätzliche Gäste locken“, erzählt Julian.


Die Entstehung von „Three Men Televison“ war einst übrigens ein reines Zufallsprodukt. Jan und Christian waren damals auf Korsika unterwegs. Im Gepäck: eine Gitarre. „Das Geld in der Urlaubskasse wurde immer knapper und der Campingplatz musste bezahlt werden“, erinnert sich Christian. Kurzerhand packten die Beiden die Gitarre aus und sangen. „Wir konnten nur drei, vier Lieder. Die haben wir immer wieder wiederholt“, erzählt der 25-Jährige. Der Campingplatz konnte bezahlt werden, das Feedback auf die musikalischen Einlagen war überraschend gut und die zwei Studenten entwickelten zunehmend Spaß am Banddasein. Zurück in Deutschland bauten Christian und Jan ein kleines Repertoire auf und wagten sich eines Tages auch in Würzburgs Fußgängerzone. Später stieß Julian noch zur Band dazu.


Inzwischen haben die drei Fernsehjungs zudem ihren eigenen youtube-Kanal, vier Videos stehen mittlerweile im Netz. Die Idee: Christian, Jan und Julian wollen das Ambiente verschiedener interessanter Orte in Würzburg wiedergeben. Und so singen sie zum Beispiel „Hero“ von Enrique Eglesias im Riesenrad auf dem Kiliani-Volksfest oder „Lnbrg“ der Band Herrenmagazin auf einem Parkhausdeck.


Wer „Three Men Televison“ einmal hören möchte, findet die Videos im Internet unter www.youtube.com/wuerzburgsessions Live spielen die Fernsehjungs beim Stramu 2013 am kommenden Wochenende an folgenden Orten: Samstag, 7. September, 12 Uhr an der Sparkasse in der Nähe des Rathauses und 17.30 Uhr am Stachel; Sonntag, 8. September, um 12 Uhr an der Mainmühle.

Der Artikel  ist unter anderem in den Fränkischen Nachrichten erschienen.

Infokasten: Das STRAMU 2013


Europas größtes bühnenfreies Straßenmusik- und Straßenkünstlerfestival, kurz STRAMU, feiert heuer sein zehnjähriges Bestehen in Würzburg. Vom 6. bis 8. September, werden an 22 Schauplätzen mehr als 400 Künstler aus aller Welt erwartet. Los geht es an Freitag um 15 Uhr und am Samstag und Sonntag jeweils um 12 Uhr. Musik aller Art, Straßentheater, Jonglage, Tanz, Feuershows, Kinderprogramme und artistische Straßenshows verwandeln die Innenstadt Würzburgs in eine riesige Pflasterbühne. Verliehen wird zudem der Sparda-Nachwuchspreis, teilnehmen können Gruppen und Einzelkünstler bis 27 Jahre. Den Sieger wählt dabei das Publikum, der lauteste Applaaus entscheidet. Das Finale des Wettbewerbs findet am Sonntag um 18 Uhr im Rathaus Ehrenhof statt. Im Jubiläumsjahr erscheint eine STRAMU-CD mit Live-Mitschnitten des Festivals 2012. Weitere Höhepunkte: Die Sparda-Open-Air-Gala inklusive Feuerspektakel am an allen drei Abenden ab 18 Uhr im Rathaus Ehrenhof und die Stramu-Paraden am Samstag und Sonntag von 17 bis 18 Uhr zwischen Alter Mainbrücke und Unterem Markt. Das komplette Programm steht im Internet unter www.stramu-wuerzburg.de

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