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Pilotprojekt: Lehre zum „Seilbahntechniker“ jetzt auch in Deutschland


Von Michaela Schneider

Die Bergbahnen GO! Ofterschwang/Gunzesried gehen in Sachen Ausbildung neue Wege. Als einer von fünf Betrieben deutschlandweit bildet das Unternehmen seit September einen Industriemechaniker im Einsatzgebiet Seilbahntechnik aus. Das Besondere am Pilotprojekt: Den Ausbildungsberuf „Seilbahntechniker“ gibt es in Deutschland im Gegensatz zu den europäischen Nachbarländern eigentlich nicht. Um trotzdem eigenen Mitarbeiternachwuchs ausbilden zu können, kooperiert die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern nun mit der Wirtschaftskammer Salzburg und dem Landesberufsschulzentrum im österreichischen Hallstein.


„Wir haben nagelneue Bergbahnen. Für die moderne Technik brauchen wir gutes, geeignetes Personal“, betont Rainer Hartmann, einer der Geschäftsführer der Bergbahnen Go! Ofterschwang/Gunzesried. Fast 16 Millionen Euro flossen 2013 am Ofterschwanger Horn in neue Liftanlagen. Bis jetzt arbeitete die Bergbahn in der Regel mit gelernten Kräften aus dem Elektrohandwerk und aus mechanischen Berufen zusammen. Doch moderne Bergbahnen entwickeln sich immer mehr zu Hightech-Anlagen und die Wartung und Instandhaltung braucht mehr und mehr Expertenwissen. „Gut ausgebildete Mitarbeiter sind gewährleistet, wenn der Betrieb die Ausbildung selbst in die Hand nimmt“, betont Hartmann.


Wie aber kam Kilian Baumgartner darauf, eine Ausbildung anzutreten, die es hierzulande gar nicht gibt? Nach dem Abitur war sich der Oberallgäuer unsicher, ob er lieber studieren oder aber einen Ausbildungsberuf antreten wolle. Und so jobbte er in der Wintersaison 2012/2013 zunächst einmal als Saisonarbeiter bei der Bergbahn, um die Bedenkzeit nach dem Schulabschluss zu überbrücken und sich ein finanzielles Polster zu schaffen.  „Die Arbeit hat mir so gut gefallen, dass ich mich dazu entschloss, bei den Bergbahnen zu bleiben und eine Ausbildung zum Seilbahntechniker zu machen“, erzählt der junge Mann. Und so absolviert er nun als erster Lehrling der Bergbahnen Go! Ofterschwang/Gunzesried seine Ausbildung direkt in Ofterschwang. Diese wird ergänzt um Blockunterricht im Berufsschulzentrum in Hallein. Dort stehe den Lehrlingen eine optimale Infrastruktur mit entsprechender Computerausstattung, Werkstätten und Laboren zur Verfügung. In einer eigenen Halle können anhand verschiedener Seilbahnsysteme – von fix geklemmt über kuppelbar, vom Schlepplift bis zum Förderband –wichtige Lehrinhalte anschaulich und praktisch vermittelt werden.


Ein Seilbahntechniker bedient Seilbahnen, überprüft Anlagen auf ihre Funktionstüchtigkeit und führt Service- und Wartungsarbeiten durch. Er unterstützt und berät Gäste beim Transport. Und er achtet auf die Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen und Betriebsvorschriften. Viel Zeit verbringen Seilbahntechniker in der freien Natur. Neben direkten Kollegen arbeiten sie zum Beispiel mit Touristikern und Technikern zusammen. Und welche Herausforderungen reizen Kilian Baumgartner  vor allem? „Die Arbeit ist sehr vielseitig. Vor allem interessiere ich mich für Mechanik, Hydraulik und Elektrotechnik.“ Die Ausbildung dauert insgesamt dreieinhalb Jahre. Die Lehrlinge schließen mit dem österreichischen Abschluss als Seilbahntechniker ab. Dies an sich hat noch keinen Pilotcharakter. Aber: Auf Antrag erhalten die angehenden Bergbahnmitarbeiter aus Deutschland die Anerkennung der Industrie- und Handelskammer als „Industriemechaniker im Einsatzgebiet Seilbahntechnik“. Die Bergbahnen Go! Ofterschwang/Gunzesried sind dabei einer der fünf ersten Pilotbetriebe.

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Der Artikel ist im Gästemagazin der Hörnerdörfer erschienen.

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