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Barocke Sinnesfreuden
Freiburger Barockorchester spielt bei der Residenz-Gala im Rahmen des Würzburger Mozartfests


Von Michaela Schneider

Würzburg Feiner, barocker Klang, eine Hommage an Johann Sebastian Bach, natürlich Mozart und außergewöhnliche Sinnesfreuden: Die Residenz-Gala zählt unfraglich zu den exklusivsten Veranstaltungen im Rahmen des Würzburger Mozartfests. Geladen war das Freiburger Barockorchester mit Solisten unter der Leitung von Petra Müllejans und Gottfried von der Goltz, das längst auch international für seinen außergewöhnlichen Klang bekannt, beliebt und vielgerühmt ist. Umrahmt wird das Konzert von einem Galadiner, erstmals in Kooperation mit Unterfrankens Winzern.  Ein Abend im herrlichen Residenzambiente, der die sinnlichen Künste des Barock in den Mittelpunkt rückt und an die Höfe des 18. Jahrhunderts entführt.


Die Stückauswahl passt: Mit dem Brandenburgischen Konzert Nr. 1 in F-Dur zieht das Freiburger Barockorchester gleich mitten hinein in die Welt des barocken Adels, lässt Waldhörner, Oboen und Fagott von Jagdvergnügungen erzählen. Echte musikalische Glanzpunkte setzen wird das Orchester zwar erst mit den folgenden Werken. Doch von Beginn erlebt das Publikum, was mit dem viel gerühmten „besonderen Klang“ des Freiburger Barockorchesters gemeint ist. Es geht den Musikern um die genuss- und lustvollen Seiten der Bachschen Musik, um ihren Esprit und das Grundehrliche, das in der Form vielleicht nur ein Barockensemble liefern kann. Ungebremste Freude an der Musik, die selbst in einzelnen Klängen wie dem luftig-leichten, angehauchten letzten Ton des Allegro hörbar ist.


Mit dem Brandenburgischen Konzert Nr. 5 in D-Dur rückt – in kleiner Besetzung – das Cembalo ins Zentrum, umrahmt von  warmen Streichern und einer herrlich seufzenden Traversflöte. Tatsächlich gilt das Werk als das erste Klavierkonzert der Geschichte. Feinfühlig lässt Sebastian Wienand das Cembalo trotzdem nicht zu sehr dominieren. Exakte Anschläge, rauschhafte, fast modern anmutende Läufe und klingende Leichtigkeit sorgen für echten Hörgenuss. Trotzdem: Der Ensembleklang steht den Abend über bewusst im Zentrum, trotz ganz hervorragender Solisten.


Nach Bach dann ein Mozartsches Zwischenspiel, ausgewählt hat das Freiburger Barockorchester sein Konzert für Klavier und Orchester in D-Dur. Inwieweit sich Mozart seinerzeit bei der Komposition von Bachs Brandenburger Konzerten beeinflussen ließ, liegt im Bereich der Spekulation. Ein Bezug zum Hause Bach aber besteht, denn: Die Londoner Claviersonate op. 5 Nr. 2 des Bachsohnes Johann Christian liefert den Cembalo-Part zum Werk des jungen Mozarts.  Vor allem ist es eine Fülle an Feinheiten, die die Qualität der Darbietung im Kaisersaal nun ausmachen:  Die verzögerten, voll ausgekosteten Triller des Cembalos im Andante und die dynamischen, herrlich warmen Antworten der Streicher etwa.    


Am Ende des musikalischen Parts der Residenz-Gala geht es noch einmal zurück zu Bach, zu seinem Brandenburgischen Konzert Nr. 4 in G-Dur. Vor allem das Presto sorgt für einen rauschhaften Abschluss – vielleicht gerade, weil im Vergleich zu manch anderen Orchestern die Freiburger Musiker das Tempo zurücknehmen, dafür aber wärmere, farbigere Klänge erschaffen. Das Publikum  ist begeistert. Belohnt wird es für seinen Applaus mit einer Telemann-Zugabe - für manchen Konzertbesucher das  Sahnehäubchen auf einen an sich schon wunderbaren Barockabend.

Der Artikel  wurde unter anderem im Main-Echo veröffentlicht.

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