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Nimmerland mitten im Kinderzimmer
Mainfranken Theater zeigt als fantasiereiches Kinder- und Familienstück den Klassiker „Peter Pan“  


Von Michaela Schneider
Würzburg
Wer will schon in einer Welt leben, in der keine Zeit mehr bleibt, an Feen zu glauben? Peter Pan will`s nicht und hat beschlossen, nie erwachsen zu werden. Wie das geht, zeigt jetzt das Mainfranken Theater in Würzburg im Großen Haus in einer wunderbaren Bühnenadaption der Bücher von James Matthew Barrie. Fiese Piraten, freche Elfen und wilde Tiere werden zum Leben erweckt – und zwar mitten im Kinderzimmer der Familie Darling. Das Hochbett wird zum Fels der Ausgesetzten, das Holzkrokodil zum gruseligen, tickenden Ungeheuer. Und so gelingt Intendantin und Theaterpädagogin Nele Neitzke ein kleiner Glücksgriff: Die kleinen Besucher erleben, wie sie mit ganz einfachen Mitteln auch daheim eine wunderbare eigene Fantasiewelt erschaffen können.  


Eines Tages taucht Peter Pan (Alexander Hetterle) mitten im Kinderzimmer der Darling-Kinder Wendy (Christina Theresa Motsch), John (Sven Mattke) und Michael (Georg Zeies) auf. Begleitet wird er von der frechen, fluchenden, Kekse liebenden und ganz schön eifersüchtigen Fee Tinker Bell (Claudia Kraus). Peter nimmt die Kinder mit ins Nimmerland – die zweite rechts und dann immer geradeaus bis zum Morgen. Dort sehnen sich die verlorenen Jungs nach einer Mutter, Wendy schlüpft in diese Rolle. Doch leben in Nimmerland auch gefährliche Tiere, Indianer, Meerjungfrauen und vor allem der gemeine, kinderhassende Käpt`n Hook (ebenfalls Sven Mattke). Und so geht`s auf der Bühne bald schon ganz schön spannend zu - wilde Degenkämpfe, eine Entführung und ein Giftanschlag inklusive. Eines Tages bekommen die Darling-Kinder Heimweh, Peter bringt die Kinder wieder nach Hause.


Sehr gelungen: Nele Neitzke erschafft eine moderne Variante des mehr als hundert Jahre alten Kinderklassikers. Sie lässt den Nimmervogel (Robin Bohn) rappen und Peter Luftgitarre spielen. Käpt`n Hook sowie sein Piraten-Begleiter Smee erinnern verdächtig an Gestalten aus dem Filmklassiker „Fluch der Karibik“. Trotzdem behält die Intendantin die Literaturvorlage von James Matthew Barrie im Blick, immer wieder werden auf der Bühne herrlich lyrische Originalpassagen zitiert. Fantasie ist zeitlos, das ist schnell klar. Spaß macht es auch, das quer durch die Bank engagierte Bühnenensemble zu erleben. Die sechs Schauspieler schlüpfen zusammen in insgesamt 13 Rollen. Und ja, man will meinen, dass sie`s genießen, in einer riesigen Bühnen-Abenteuerwelt wie Peter Pan Kind bleiben zu dürfen:  Angefangen bei Claudia Kraus‘ putzigen Elfenflüchen über Sven Mattkes höhnisches Hook-Lachen bis hin zu Georg Zeies skurrilem Piratentanz.


Bühne, Kostüme und Projektionen stammen von der gebürtigen Coburgerin Sandra Dehler. Sie hat ein Kinderzimmer erschaffen, wie es in jeder Familie aussehen könnte: helle Holzmöbel, ein paar Spielsachen. Dann aber beginnt es zu funkeln, glitzernde Seifenblasen erscheinen, magische Musik tönt und Urwaldpflanzen wachsen zwischen Schrank, Hochbett und vor dem Fenster. Dazu tummeln sich Gestalten in farbenfrohen, fantasiereichen Kostümen.  Ein herrliches Nimmerland entsteht, wie es sich viele Kinder in den heimischen Wänden Nacht für Nacht erträumen.  


Peter Pan ist wie schon James Matthew Barries literarische Vorlage auch in der Version in Würzburg eine wunderbare, fantasiereiche Geschichte für kleine Kinder – und für alle Großen, die sich ein bisschen Kindsein bewahrt haben. Laut Mainfranken Theater ist das Familienstück geeignet für Kinder ab fünf Jahren. Spannend und dramatisch geht`s zu, zartbesaitete kleine Besucher sollten vorab auf den Theaterbesuch eingestimmt werden.


Dauer: 80 Minuten; nächste Vorstellungen: 9 Uhr:  09.12./ 10.12./ 12.12./ 16.12./ 19.12./ 22.12.; 11 Uhr:  02.12./ 04.12./ 05.12./ 08.12./ 09.12./ 10.12./ 11.12./ 12.12./ 15.12./ 16.12./ 17.12./ 18.12./ 19.12./ 22.12./ 26.12.; 15 Uhr:  321.12./ 23.12./ 28.12./ 06.01.; 17 Uhr:  21.12.; 19.30 Uhr:  18.12.

Der Artikel  ist unter anderem  im Main-Echo erschienen.

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