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Würzburg trauert um Wolfgang Lenz
Künstler war einer der bekanntesten Vertreter des „Phantastischen Realismus“


Von Michaela Schneider

Würzburg Die Stadt Würzburg trauert um ihren Maler Wolfgang Lenz. Der weit über die Region hinaus bekannte Künstler starb am 1. Januar im Alter von 88 Jahren. Er galt als einer der bekanntesten Vertreter des „Phantastischen Realismus“. Sein populärstes Werk dürfte der „Würzburger Totentanz“ sein. Die Heiligenfiguren auf der Alten Mainbrücke stellte er hier als Skelette in surrealem Licht dar als Anklage gegen den Irrsinn des Krieges.


Auch das Museum im Kulturspeicher zählt Werke des Künstlers zu seinem Bestand, unter anderem das Ölgemälde „Die Fische“. Es zeigt laut Museumsleiterin Dr. Marlen Lauter zwei Fische auf einer Tortenspitze in einer Landschaft. Auf der einen Seite eine bis ins Detail feine, fast fotografische Wiedergabe des Gegenständlichen, auf der anderen Seite eine Fantasiekonstruktion, die es in der Realität so nie gäbe. Lauter würdigt Lenz als „virtuosen und von handwerklicher Seite absolut meisterhaften Maler mit ganz großer Fantasie.“ Persönlich habe sie ihn zudem als Künstler erlebt, der dem klassischen Handwerk in der Malerei unendlichen Respekt zollte. Lenz beherrschte nahezu alle künstlerischen Techniken – angefangen bei der Grafik bis hin zur Tafel- und Wandmalerei.


1975 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz, 1989 der Bayerische Verdienstorden sowie 1998 die Medaille *Pro Meritis“ des Bayerischen Kultusministeriums verliehen. Würzburg ehrte Lenz seinerzeit mit dem Kulturpreis der Stadt. 2005 verlieh ihm der Europäische Franz-Kafka-Kreis den Franz-Kafka-Preis für sein Lebenswerk.


Berühmtheit in der Region erlangte der Künstler vor allem auch durch die Wiederherstellung der Wandmalereien im Grünlackierten Kabinett (1974) und die Rekonstruktion der Hinterglasbilder im Spiegelkabinett der Würzburger Residenz im Stile des Rokoko (1978 – 86). Gerhard Weiler, Leiter der Schloss- und Gartenverwaltung Würzburg, betont: Zwar habe Wolfgang Lenz vor seiner Zeit in der Residenz gewirkt. Er sehe aber die hohe künstlerische Qualität und das absolut bemerkenswerte Ergebnis seiner Arbeit. Nicht zuletzt resultiere dieses aus der alles andere als selbstverständlichen Unterordnung des Künstlers unter die Rokoko-Vorlage. „Meiner Ansicht nach haben sich seinerzeit im Spiegelkabinett ein lebender Künstler und ein Werk noch einmal gefunden“, so Weiler.  


Kennen dürften die Würzburger zudem Lenz‘ Wandmalereien im Ratssaal des hiesigen Rathauses.  Das Gemälde ist für viele Bürger und Touristen die erste Anlaufstelle, wenn sie kunstvoll und kompakt mehr über die bewegte Stadtgeschichte erfahren wollen. „Lenz war einer der herausragenden Würzburger Künstler der Neuzeit“, betont Bürgermeister Dr. Adolf Bauer. Sein international anerkanntes Schaffen habe Würzburg und Mainfranken als einen bedeutsamen Kristallisationspunkt des „Phantastischen Realismus“ über die Grenzen bekannt werden lassen.

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Der Artikel  wurde unter anderem im Main-Echo veröffentlicht.