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„Kunst geht fremd“ geht in die dritte Runde.

Fotos: Michaela Schneider


Aquarelle, Putten und Skulpturen gehen auf die Reise
Sonderausstellung
 Acht Museen aus Unterfranken beteiligen sich an der Aktion „Kunst
geht fremd“ – Mainfränkisches Museum begrüßt sieben „Jubelgäste“ und verleiht ausgewählte Objekte


Von Michaela Schneider


Würzburg Sommerferien sind Reisezeit – und so erkunden auch 14 unterfränkische Kunstobjekte während der nächsten zweieinhalb Monate neue Orte. „Kunst geht fremd“ ist die Aktion betitelt  – acht Museen von Mellrichstadt bis nach Iphofen beteiligen sich. Im Zentrum steht in diesem Jahr das Mainfränkische Museum in Würzburg: Zu seinem 100. Geburtstag empfängt es die „musealen Jubelgäste“ in der Kelterhalle. Zu sehen sind hier Leihgaben des Knauf-Museums Iphofen, der Museen Schloss Aschach, der Museen der Stadt Miltenberg, des Museums altes Gymnasium in Schweinfurt, des Jüdischen Kulturmuseums Veitshöchheim, des Klosters Wechterswinkel sowie des Würzburger Museums im Kulturspeicher. Im Gegenzug sind während der Aktion in allen beteiligten Museen Objekte aus dem Mainfränkischen Museum ausgestellt.


Die Idee ist so schlicht wie gut: Statt miteinander zu konkurrieren, vermarkten sich die beteiligten Museen über die Aktion gemeinsam. „Die Zeiten sind vorbei, in denen man eifersüchtig auf die Sammlung des anderen geschaut hatte“, sagt Dr. Claudia Lichte. Und so ist es auch erklärte Zielsetzung der Aktion, die Vernetzung der Häuser weiter voranzutreiben.  Im dritten Jahr geht Kunst nun schon fremd. Und anscheinend funktioniert es, die Neugier der Museumsbesucher auf andere Häuser zu wecken. Lichte weiß von Besuchern, die im Vorjahr die Sommerferien nutzten und auf Grundlage der Aktion zur Museumsrundreise durch Unterfranken starteten. Auch in die Zukunft wird bereits geschaut: Mit Blick auf den Wiener Kongress im Jahr 1814 will man sich dann dem Thema „200 Jahre Franken in Bayern“ widmen.


Aber zunächst ein Blick auf die „Jubelgäste“ in der Kelterhalle in diesem Jahr. Da ist zum Beispiel als Leihgabe eine Replik des Wappens von Fürstbischof Johann III. von Grumbach aus dem Knauf-Museum Iphofen zu sehen. Dieses befindet sich im Original auf der Feldseite des Rödelseer Tores in Iphofen. In Würzburg gewinnt die Replikim neuen Kontext ganz neue Bedeutung, denn: Der besagte  Fürstbischof residierte einst selbst hoch über der Stadt  Würzburg auf der Festung Marienberg - dort, wo sich heute das Mainfränkische Museum befindet.


Und auch umgekehrt gelingt es, Objekte am anderen Ort anders einzubinden, in einen anderen Kontext zu stellen und eine neue Geschichte erzählen zu lassen. So ist das Kinderbildnis von Charlotte von Bechtolsheim des Biedermeierkünstlers Ferdinand von Rayski im Mainfränkischen Museum normalerweise landesgeschichtlich eingebunden. Im Museum im Kulturspeicher indes steht nun der künstlerische Wert des Malers im Fokus. „Die Objekte gehen also nicht nur fremd, sondern werden auch heimisch“, sagt Kulturspeicherleiterin Dr. Marlene Lauter. „Können wir das Porträt behalten?“, wendet sie sich – nicht ganz ernst gemeint – anschließend an ihre Kollegin Dr. Lichte. Ebenfalls eine spannende Leihgabe: das Aquarell „Interieur mit Bildnis des Michael Joseph Wirth“. Es zeigt ein Zimmer in Wirths einstigem Elternhaus in Miltenberg. Unter anderem zu sehen: ein Tisch und eine Kommode. Diese Möbelstücke befinden sich im Original bis heute im Bestand der Miltenberger Museen und werden dort nun zusammen mit dem Aquarell ausgestellt.


Ferner in der Kelterhalle: eine hebräische Buchstabiertafel vom Dachboden des Jüdischen Kulturmuseums Veitshöchheim; eine chinesische Vase des 18. Jahrhunderts in Form eines Doppelfischs aus der ostasiatischen Sammlung der Museen Schloss Aschach; Zunftplaketten der Fischer und Häcker aus den Museen der Stadt Miltenberg; Aschacher Steingut der Museen und Galerien der Stadt Schweinfurt; sowie Bronzeskulpturen von Richard Mühlemeier und Emy Roeder aus der Kreisgalerie Mellrichstadt und dem Museum im Kulturspeicher in Würzburg.


Das Mainfränkische Museum hat im Gegenzug des Weiteren eine Teebüchse der Würzburger Porzellanmanufaktur des ausgehenden 18. Jahrhunderts verliehen, das Alabasterrelief „Urteil des Paris“, mehrere Trachten-Aquarelle, Puttenköpfe aus Sandstein und eine Ölberg-Darstellung im Sockel für ein Kruzifix.

Der Artikel ist unter anderem im Main-Echo erschienen.

Infokasten: „Kunst geht fremd“


„Kunst geht fremd“ heißt es im Mainfränkischen Museum, im Knauf-Museum Iphofen, den Museen Schloss Aschach, den Museen der Stadt Miltenberg, dem Museum altes Gymnasium in Schweinfurt, dem Jüdischen Kulturmuseum Veitshöchheim, dem Kloster Wechterswinkel sowie dem Würzburger Museum im Kulturspeicher bis einschließlich 13. Oktober.  Dabei gehen nicht nur Objekte, sondern auch die Museumsleiter „fremd“ und werden Vorträge, Führungen und Workshops in den befreundeten Häusern abhalten. An den Sonntagen  zwischen 14 und 18 Uhr wird sich zudem jeweils ein Museum in der Kelterhalle im Mainfränkischen Museum vorstellen. Details zum Rahmenprogramm sowie die Öffnungszeiten der einzelnen Museen können im Internet auf einer eigenen Homepage abgerufen werden: www.kunst-geht-fremd.de

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