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Naturgewalten und Sherpa-Lied
MitHigh Ideals & Crazy Dreams“ erlebt das Publikum beim Würzburger
Hafensommer eine ungewöhnliche Uraufführung, die geografische und musikalische Grenzen auflöst


Von Michaela Schneider
Würzburg  
Die Urgewalt der Taikos nimmt das Publikum gefangen. Das Donnern, der Rhythmus und die Kraft der japanischen Röhrentrommeln durchdringen den Körper, holen eine uralte Kultur in die Gegenwart.  Kurz darauf kommuniziert mit einem Alphorn ein ebenso archaisches Instrument  aus dem Westen ganz zeitgenössisch mit zwei Saxophonen. Grenzen werden an diesem Abend nicht überschritten, sondern lösen sich auf. Welten, Klänge und Zeiten begegnen sich wie selbstverständlich. Ein altes Sherpa-Lied des Himalayas  und jazzige Disharmonien stehen in keinem Widerspruch. „High Ideals & Crazy Dreams“ hatte der Würzburger Reinhard Seitz sein ehrgeiziges Musikprojekt mit 18 Musikern aus Unterfranken und Wien betitelt, das das Publikum jetzt beim Würzburger Hafensommer  als Uraufführung erleben durfte.


Der Idee voraus ging dabei eine Reise in die Bergwelt des Himalayas. Extrembergsteiger Reinhard Seitz besteigt mit vier Gefährten den Mera-Peak, ist fasziniert von der Urgewalt der Natur – von donnernden Eislawinen und tiefen Gletscherspalten etwa, die bei der Abfahrt mit Skiern keine Fehler erlauben. Gleichzeitig erlebt er die Musik des Himalayas und entdeckt ein uraltes Liebeslied der Sherpa, das später zum Herzstück von „High Ideals & Crazy Dreams“ werden soll. „Feder im Wind“  lässt es sich frei übersetzen. Reinhard Seitz geht mit dem Gedanken schwanger, seine Erlebnisse zu vertonen und findet in dem Würzburger Jazz-Saxofonisten Hubert Winter als musikalischem Leiter einen Verbündeten. Gemeinsam arrangieren die Beiden, suchen von Australien bis in die Alpen nach musikalischen Eindrücken, arrangieren, finden Mitstreiter, stecken immenses Herzblut ins Projekt.


Das Ergebnis: neue Arrangements alter wie moderner Werke und die selbst komponierte, dreiteilige Suite „Taifuge“; 18 Musiker aus Würzburg und Wien, darunter allein 14 Taikospieler; uralte und zeitgenössische Musikinstrumente vom australischen Didgeridoo, indischen Tablas bis hin zum Jazzsaxophon; musikalische Inspiration von Franken und Österreich bis Nepal, Tibet und Japan; kraftvolle bis federleichte Melodien und Klangbilder, die von klirrenden Eiskristallen, magischen Bergdämonen oder tosenden Lawinen erzählen; und ein mitreißendes Ensemble und jede Menge hervorragende Solisten – ob Dietrich Kawohl am Alphorn, Klaus Richter an der Sitar oder Reinhard Seitz an der Percussion.


Dabei ist nicht nur die Musik selbst ein Erlebnis:  Zwischen Lichteffekten und Scheinwerferspielen ist vor allem das Taikospiel ein echter Hingucker. Das Publikum sieht und hört die körperliche Ausdruckskraft und Virtuosität der einzelnen Musiker, erlebt gleichzeitig Interaktion und Gemeinsamkeit auf der Bühne. Show verschmilzt mit Tradition, denn anders als im Westen gelten Taikospieler eben nicht allein als Musiker, sondern als Persönlichkeit in ihrer Gesamtheit.


Sicher: Wer die Naturgewalten des Himalayas erleben möchte, muss den Rucksack packen und losreisen. Doch ein Stück weit kann das Publikum beim Hafensommer mit „High Ideals & Crazy Dreams“ spüren, wie es Reinhard Seitz erging, als er auf 6476 Metern Höhe auf dem Gipfel des Mera-Peaks stand. Das Publikum braucht nach den letzten Taiko-Klängen ein Weilchen, bis es zurück in der Gegenwart des Würzburger Hafensommers ist. Dann würdigt es die hohen Ideale und verrückten Träume des Projektteams mit begeistertem Applaus und Zugabe-Rufen.

Japanische Taikos, Sitar, Flöte, Saxophone, aber auch ein Alphorn und ein australisches Didgeridoo: Musikalische Grenzen kannten die Musiker um den Würzburger Reinhard  Seitz bei der Uraufführung „High Ideals & Crazy Dreams“  nicht.


Fotos: Michaela Schneider



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Der Artikel  ist unter anderem  im Main Echo erschienen.