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Antrieb, Leidenschaft und eine zündende Idee
Startups: Ideen und Ressourcen gibt es in Mainfranken, was jedoch fehlt, ist eine etablierte
Szene – Neues Netzwerk soll die Akteure zusammenbringen und Gründungswillige unterstützen  

Von Michaela Schneider
Würzburg/Mainfranken
Antrieb, Leidenschaft, Kreativität ein bisschen Verrücktheit, ein motiviertes Team, ein Quäntchen Glück, der richtige Zeitpunkt. Und natürlich eine gute Idee: Diese Faktoren braucht`s für den perfekten Gründer, sagt die 22-jährige Stephanie Beck. Sie weiß wovon sie spricht, denn mit ihrem Studien-Kollegen Maximilian Neff (25 Jahre) stellt sie derzeit mit „Ida kocht“ einen Essenslieferservice nach dem Prinzip der Share-Economy auf die Beine.  Das Besondere: Die beiden sind das erste Start-up-Team in der neu gegründeten Kreativ- und Gründerzone des Verlagshauses Vogel Business Media in Würzburg. Diese ist dabei nur ein Baustein, der die Gründerszene künftig in Mainfranken vorantreiben soll: Geplant ist der Aufbau eines großen Startup-Netzwerks. Bei den Würzburger Wirtschaftstagen stellte Dr. Gunther Schunk, Leiter der Unternehmenskommunikation bei Vogel Business Media und Mitglied der Geschäftsleitung, dieses vor und blickte auf die hiesige Gründerszene.


„Würzburg ist nicht Berlin“, gesteht Schunk unumwunden. Auf die Gründerszene in der Bundeshauptstadt blicke inzwischen selbst Amerika bewundernd. Aber: Potenzial sieht er auch in Mainfranken jede Menge – mit 30000 Studenten an den Würzburger Hochschulen, zukunftsversprechenden Studienfächern wie etwa eCommerce oder Mensch-Computer-Medien und mit global agierenden Traditionshäusern von Brose Fahrzeugteile in Würzburg bis Bosch-Rexroth in Lohr am Main. Die IHK Würzburg-Schweinfurt registrierte im Jahr 2013 eine steigende Zahl an Neugründungen. Und es gibt bereits verschiedene Akteure wie zum Beispiel den Gründungsbeauftragten der Fachhochschule, das Technologie- und Gründerzentrum oder ein Innovations- und Gründerzentrum in Würzburg. Was dagegen laut Schunk fehlt, ist eine etablierte und vor allem vernetzte Gründerszene.


Abhilfe schaffen soll künftig das Netzwerk „gruenden@wuerzburg“. Die Idee dazu entstand im vergangenen Herbst im Vorfeld des zweiten „Mobile Media Day“ in Würzburg – einer Tagung rund um die Zukunft der mobilen Internetnutzung.  Im Zuge der Veranstaltung konnten sich Startups unter dem Motto „Startup City“ vorstellen. „Aus dem nichts heraus präsentierten sich zehn Teilnehmer“, sagt Schunk. Zeitgleich kam die Idee auf, mit einem Netzwerk die Gründerszene zu aktiveren.  In wenigen Wochen gelang es, bis dato 20 Institutionen und Unternehmen für die Idee zu gewinnen – von den Hochschulen, über Handwerkskammer und IHK bis hin zu den ansässigen Gründerzentren. Im Januar wurde der erste Newsletter verschickt, die Internetseite geht in Kürze online.  Geplant sind regelmäßige Aktionen und Workshops für Gründungswillige in der Region.


Zu einer wesentlichen Keimzelle junger Unternehmen könnte sich die neue Vogel Startup Werkstatt entwickeln. Hintergrund: Die frühere Werkstatt und Schreinerei auf dem Firmengelände wurde umgebaut, die Räume will das Verlagshaus künftig Startup-Teams zur Verfügung stellen. Hochschulabsolventen aus der Region können sich mit Businessideen bewerben.  Mit „Ida kocht“ sind die ersten zwei Jungunternehmer bereits eingezogen. Die Idee des Teams: Die Gastronomie tut sich unter der Woche in Randgebieten schwer, Gaststätten auf den Dörfern müssen schließen. Auf der anderen Seite gibt es ältere Menschen, die nicht mehr selbst kochen, berufstätige Eltern, deren Kinder über Mittag kein warmes Essen bekommen, Industriekunden ohne Kantine. Stephanie Beck und Maximilian Neff wollen einen Lieferservice auf die Beine stellen mit täglich drei gesunden, regionalen Mittagsgerichten. Vorbestellt wird spätestens eine Woche vorab, gekocht wird in bestehenden Gaststätten, um den Gastronomen unter der Woche Arbeit zu verschaffen. Der Clou dabei: eine kostengünstige, sehr effiziente Auslieferung, denn darum kümmern sich Studenten & Co., die die Strecke sowieso fahren würden und sich so ein Zubrot verdienen. „Mir war immer schon klar, dass ich selbst etwas auf die Beine stellen möchte“, sagt Maximilian Neff. Als Motto hat sich das Startup-Team auf die Fahnen geschrieben, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen.


Dass es an weiteren guten Ideen nicht mangelt, zeigte sich beim Startup-Workshop während der Würzburger Wirtschaftstage: Die beiden Informationsdesigner Eva Bachmann und Jonas Jäger etwa entwickeln derzeit die Fitnessplattform www.comuvo.com, auf der sich einerseits selbstständige Fitnesstrainer präsentieren und andererseits Fitnesstreibende maßgeschneidert passende Kurse in ihrer Region suchen können. Die Idee dazu entstand während einer Asientour. Die 27-jährige Eva Bachmann arbeitet seit vier Jahren neben dem Studium als Fitnesstrainerin. „Ich liebe den Sport und Kommunikationsdesign, und überlegte,  wie ich später beides unter einen Hut bringen könnte.“ Die Idee zum Vermarktungsportal für Fitnesstrainer in vergleichbaren Situationen war geboren.a  


Wer sich für das neue Netzwerk interessiert und beispielsweise per Newsletter über Veranstaltungen informiert werden möchte, kann Kontakt aufnehmen über die Emailadresse gruenden@wuerzburg.de

Wollen mit „Ida kocht“ ihr eigenes Unternehmen aufbauen: Stephanie Beck und Maximilian Neff.

     

Foto: Michaela Schneider

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Der Artikel  ist unter anderem  im Main-Echo erschienen.

Infokasten: Zahlen und Fakten – ein Blick in den Gründeratlas Mainfranken


Dass der Wille zum Gründen in der Region besteht, zeigt ein Blick in den Gründeratlas Mainfranken der Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt (IHK). Insgesamt meldeten demnach zwischen 2004 und 2013 knapp 86000 Gründer ein Gewerbe an. Dem gegenüber standen knapp 69000 Gewerbeabmeldungen. Auffällig: 2013 stieg der Gründungssaldo um insgesamt 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Durchschnittlich wiesen im IHK-Gebiet Würzburg-Schweinfurt in den zehn Jahren die Stadt Würzburg mit 1355 Gründungen pro Jahr und die Landkreise Würzburg mit 1501 und Main-Spessart mit 1174 die höchsten Anzahlen an Gewerbeanmeldungen auf. Zudem ein Blick nach Aschaffenburg, denn die dortige Kammer zählt nicht mehr zum Bezirk Mainfranken:  Die Zahl der Neugründungen belief sich im Bezirk Aschaffenburg inklusive Nebenerwerbsgründungen und Unternehmensnachfolgen im Kalenderjahr 2014 laut stellvertretendem Bereichsleiter Thomas Nabein  auf 2612. Im Durchschnitt waren das knapp zehn Prozent weniger Neugründungen als im Kalenderjahr 2013. Gegenwärtig rechnet Nabein jedoch für 2015 mit einem leichten Anstieg