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Ein zickiges Geld im Kinderzimmer
Stückentwicklung „GeldGeldGeld“ ab vier Jahren von Regisseurin
 Cordula Jung in den Kammerspielen des Mainfranken Theaters in Würzburg


Von Michaela Schneider

Würzburg Was man sich für Geld alles kaufen könnte! Erdbeereis, Sockenstreifeneis oder Bratwursteis; oder vielleicht ja sogar ein Pferd mit roten Lackschuhen.  Doch macht Geld wirklich glücklich? Dieser Frage geht Regisseurin Cordula Jung jetzt in Ihrer Stückentwicklung „GeldGeldGeld“ für die ganz kleinen Besucher der Kammerspiele des Mainfranken Theaters nach.  Mal witzig, mal kindgerecht nachdenklich richtet sich das einstündige Schauspiel an Kinder ab vier Jahren. Spaß macht es aber auch den Eltern dank eines engagierten Bühnenteams.


Ja, Kinderideen können ganz schön kreativ sein! Was tun, wenn’s draußen warm wird und das Geld für ein Eis fehlt? Als Wolkenputzer arbeiten oder als Löwenzahnzieher vielleicht. Oder eine Bank überfallen.  Bruder und Schwester ahnen, dass nichts davon klappen wird. Jetzt muss das dicke Märchenbuch her. Und tatsächlich: Als die Kinder das Märchen vom goldenen Topf lesen, leuchtet das Kinderzimmer plötzlich in Regenbogenfarben und Glockenklänge tönen. Und: Ein kicherndes, sprechendes Geld steht in der Tür. Das allerdings entpuppt sich rasch als ganz schön zickig und wird immer fordernder, anspruchsvoller, maßloser und herrischer. Bald sind die Lieblingsspielzeuge kaputt und die Kinder zerstritten. „Kling, klang, Dingeldipang“ wird das exzentrische Geld weggezaubert. Im Kinderzimmer kehren wieder Frieden und Freude ein – ganz ohne Geld und Eisfabrik.


Cordula Jung  zeichnete unter anderem bereits für Regiearbeiten in Meiningen, St. Gallen, Nürnberg, Stuttgart und Ulm verantwortlich. Seit dieser Spielzeit ist sie als Dramaturgin und Regisseurin am Theater der Altmark engagiert. Ihre “GeldGeldGeld“-Idee ist nett und in Würzburg ansprechend umgesetzt. Die Botschaft dürfte auch die ganz kleinen Theaterbesucher erreichen – nicht zuletzt dank einer großartigen Theresa Palfi in der Rolle des Geldes, denn die Potsdamerin, Jahrgang 1987, zieht alle Register: Das Geld schmollt und heult, gaukelt süßen Liebreiz vor und zeigt kurz darauf, schreiend, kommandierend und fordernd sein wahres Gesicht. i-Tüpfelchen ist das riesige, golden-glänzende Outfit von Kostümbildnerin Veronica Silva Klug, in dem die zierliche Theresa Palfi steckt, und so manche Bewegung urkomisch aussehen lässt.


In den Rollen der Geschwister zu sehen: Maria Brendel und Timo Ben Schöfer.  Vor allem letzterer bereitet gerade auch dem erwachsenen Publikum mächtig Spaß: Nein, da steht schon nach den ersten Minuten kein Mann mehr auf der Bühne, sondern ein kleiner Bub, der schmollt, trotzt aufstampft und mit großen, neugierigen Augen die Welt betrachtet. Maria Brendel sorgt vor allem in der Märchenbuch-Szene als Zwerg mit hoher, fieser Zwergenstimme für gute Unterhaltung.    

Das Bühnenbild stammt von Elvira Ulmer. Aus Pappkartons in Pastelltönen hat sie auf der Bühne Kinderzimmerwände in die Höhe gezogen. Dazu eine Tür, zwei Betten und ein bisschen Spielzeug - Mehr braucht es tatsächlich nicht fürs nette Kinderzimmer-Ambiente.


Zusammengefasst ist dem Team der Kammerspiele des Mainfranken Theaters gemeinsam mit Regisseurin Cordula Jung mit „GeldGeldGeld“ eine nette Bühnenproduktion mit Aussage gelungen. Sie taugt schon für Kindergartengruppen und liefert einen guten, kindgerechten Ansatz, sich mit dem Thema Geld auseinanderzusetzen.

Der Artikel  wurde unter anderem im Main-Echo veröffentlicht.

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