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Von Michaela Schneider

Würzburg Während die einen Studenten über Wohnungsnöte klagen, ist es bei anderen… die Waschmaschine. Die Erfahrung macht derzeit Erstsemestlerin Theresa Weinert. Eine Wohnung hat die angehende Pädagogikstudentin aus dem Raum Wiesbaden bereits und auch schon jede Menge neue Leute kennengelernt. Doch Wäsche waschen bleibt zunächst einmal ein Problem. Denn wie sie und ihre neue Mitbewohnerin vom Elektroverkäufer erfuhren, kaufen derzeit wohl derart viele Studenten Waschmaschinen, dass sich die Lieferzeiten um Wochen verzögern. Und so sind es ganz unterschiedliche Sorgen und Herausforderungen, mit denen die „Erstis“ in Würzburg beim Start ins Studium zu kämpfen haben. Darüber plauderten einige Hochschul-Neulinge bei der „Erstimesse“ in den Mensaräumen am Hubland. Die Messe an sich ist nicht neu. Allerdings luden erstmals die drei Würzburger Hochschulen – das heißt Julius-Maximilians-Universität, Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt und die Hochschule für Musik – gemeinsam die rund 5500 Erstsemestler zur Rundum-Information ein. Laut Studierendenvertretung waren es wohl um die 2000 Studenten, die sich an den Ständen der 90 Aussteller über Initiativen, Vereine, Verbände und sonstige Angebote zum Unileben informierten.

 

Ein Hauptproblem für Neuankömmlinge in Würzburg bleibt  die Wohnungssuche. Kira Kuhlmann aus dem Raum Dortmund suchte einen Monat lang Wohnungsanzeigen in Zeitung und Internet, schrieb Vermieter an, kontaktierte sogar einen Immobilienmakler und führte unzählige Telefonate. Ihre Handykosten seien in dieser Zeit auf mehr als 100 Euro gestiegen, erzählt die 21-Jährige. Nach mehr als 50 Wohnungen und WGs, wurde sie schließlich doch noch fündig, kann jetzt ins Studium der Pädagogik und Sonderpädagogik starten. Und für jene Studenten, die immer noch auf der Suche sind, hat Kira Kuhlmann einen heißen Tipp parat: Kurz bevor sie endlich einen Mietvertrag unterschrieben hatte, hatte sie aus Verzweiflung selbst eine Anzeige in der Zeitung geschaltet - und werde seitdem immer mal wieder angerufen.

 

Was aber veranlasst junge Menschen, zum Studieren ausgerechnet nach Würzburg zu ziehen? Mal ist es der gute Ruf der Uni, mal das schöne Flair am Main – und mal gibt es eine spezielle Fächerkombination schlichtweg nur hier. „Reines Bauchgefühl“ war es bei Thomas Fehrentz. Obwohl die Fächerkombination des angehenden Grundschullehrers auch an sechs anderen Universitäten ohne Studiengebühren möglich gewesen wäre, sei die Wahl auf Würzburg gefallen, so der Rheinland-Pfälzer. Trotzdem fände er’s schön, wenn Studiengebühren auch in Bayern bald der Vergangenheit angehörten. Chancen bestehen: Erst am Montag hat der Bayerische Verfassungsgerichtshof ein Volksbegehren zur Abschaffung der Studienbeiträge zugelassen.

 

Und wo drückt sonst noch der Erstsemestler-Schuh? Nahezu einig sind sich Uni-Neulinge, dass die Studenplanerstellung inklusive zugehörigem Computersystem extrem kompliziert sei. Nicht einfacher mache, dass die verschiedenen Fakultäten und Lehrstühle dabei in Würzburger über Hubland, Sanderring, Wittelsbacherplatz und weitere Standorte verteilt liegen. Und dann sind´s bei manchen „Erstis“ auch wieder ganz individuelle Probleme wie ein frisch gekaufter Drucker, der nicht funktioniert. Und schließlich merkt manch ein junger Mensch nun, dass Studentsein nicht nur mit Partys und Ausschlafen verbunden ist. „Das Gefühl, zum ersten Mal das Campusgelände zu betreten, war total toll“, sagt etwa  Sandra Herrmann aus Heppenheim. Allerdings habe sie gleich in der ersten Woche erkannt: Biomedizin zu studieren wird richtig viel Arbeit bedeuten.

 

 

Der Artikel ist unter anderem  im Main-Echo erschienen.

Die Wohnung und die Waschmaschine

Bildung: Was junge Menschen beim Start ins Studium beschäftigt - »Erstimesse« der drei Würzburger Hochschulen

          

90 Aussteller und um die 2000 Besucher: Erstimesse für Studienanfänger in der Würzburger Hubland-Mensa.           Fotos: Michaela Schneider

 

Mit Schultüte: Erster Unitag in Würzburg.

Infokasten: Würzburg
und seine Studenten

 

Würzburg gilt unter Immobilienmaklern als Geheimtipp, denn die Zahl der Studienanfänger steigt hier von Semester zu Semester – im Wintersemester 2012/2013 sind es wohl rund 5500. Regelmäßig zum Semesterbeginn herrscht latenter Wohnungsnotstand. Fast 30000 Studenten bevölkern die Stadt am Main, sie stellen damit nahezu ein Viertel der Bevölkerung. Das bewirkt übrigens auch, dass die Stadt, eigenen Angaben zufolge, deutschlandweit den höchsten Anteil an Einwohnern zwischen 18 und 30 Jahren hat. Die Hochschulen inklusive Universitätsklinikum sind der größte Arbeitgeber in Unterfranken.