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DDC wirbeln sich in die Herzen
Tanz Schweinfurter Breakdancer begeistern mit
„Weg der Elemente“ das Publikum im ausverkauften Mainfranken Theater

 

Von Michaela Schneider

Würzburg Die Wächter der Elemente stürmen und brodeln, wirbeln und toben. Kraftgeladen prallen Feuer und Erde, Wasser und Luft aufeinander. Ein pompöser Endkampf entflammt. „Weg der Elemente“ hat die Breakdance-Formation DDC ihr getanztes Bühnen-Epos getauft, das nach Schweinfurt nun auch in Würzburg zu sehen war – und ein zweites Mal zu sehen sein wird. Der Saal ist restlos ausverkauft, so viel Zwischenapplaus und Szenenjubel ist im Mainfranken Theater selten zu hören. Selbst als der Abend eigentlich vorbei ist, brandet der Applaus für die 16 Tänzer im Treppenhaus noch einmal auf. Eine hochkarätige Inszenierung junger, motivierter Künstler, die es schafft, versierte Theatergänger genauso zu begeistern wie Jugendliche, die bis dato noch keine Stadtbühne besucht haben.   

 

Eine gute Idee: DDC transportieren den uralten Mythos vom Kampf der Elemente mit einer Video-Rahmenhandlung in die Lebenswelt junger Menschen und ebnen so den leichten Zugang zum abstrakten Stoff. Volcanus, der Wächter des Feuers, hat sich in eine Menschenfrau verliebt, ein Kind wird geboren. Im Streit mit seinen Brüdern, den Wächtern der Erde, des Wassers und der Luft, erschlägt der Feuerwächter die eigene Frau. Das Gleichgewicht der Elemente gerät außer Kontrolle. Nur Lilith, Volcanus Tochter, kann die Harmonie auf dem Planeten wiederherstellen, verliebt sich aber in einen Jungen namens Sol. Dieser macht sich auf den Weg und geht bei allen Wächtern in die Lehre, um die Elemente wieder zu vereinen.

Der Stoff bietet schon an sich reichlich Platz für viel, viel rasanten Breakdance, Hip-Hop-Einlagen und  kraftgeladene Akrobatik-Kämpfe. DDC aber nutzen die Vorlage für weit mehr. Die Tänzer bauen wunderschönen Ausdruckstanz ein, wenn die verliebte Lilith über die Bühne schwebt. Sie bringen das Publikum immer wieder zum Lachen – etwa mit verliebten Dschungelaffen oder einem riesigen, getanzten Spielautomaten, der zugleich zeigt: Breakdance bedeutet, ein Körpergleichgewicht zu finden, das sich nach normalen Naturgesetzen eigentlich nicht finden lassen kann. Sie überwinden Musikstilgrenzen charmant – von Beethoven und Vivaldi über Boogy Woogy bis hin zu Hip-Hop oder Funk.

 

Der „Weg der Elemente“ ist dabei in seiner Entstehung etwas ganz Besonderes, denn: Die Finanzierung der abendfüllenden Inszenierung stemmten Jannis Rupprecht und Marcel Geißler nicht nur über Sponsoren, sondern auch mittels Crowdfunding - sprich über Spenden von Internetnutzern.  Die umjubelte Uraufführung der 70-Minuten-Fassung mit vergrößertem DDC-Ensemble konnte im November 2012 in Schweinfurt über die Bühnen gehen. Vermutlich könnte das Team spätestens seit den Erfolgen bei der TV-Show „Got to dance“ mit dem Programm auch größere Säle füllen – umso ehrenwerter, dass sich die jungen Tänzer als Breakdance Botschafter explizit auf Deutschlands kulturellen  Bühnen etablieren wollen, um das Breakdance-Image aufzupolieren: weg vom Showtanz, hin zur Kunstform.

 

Die Chancen, dass DDC mit dem „Weg der Elemente“ hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten, dürften gut stehen. Niemand sollte bei einem so durchdachten Programm bestreiten, dass in dem Stück vielmehr steckt, als Show, nämlich: grandiose Körperbeherrschung bei herausragender Akrobatik; Ausdruckskraft, wie man sie sich oft im Theater nur wünschen kann; Leidenschaft fernab von aller bühnenversierten Abgestumpftheit. Und vor allem: eine unheimlich kurzweilig-rasante Inszenierung voller Poesie, witzigen Ideen und episch-monumentalen Szenen.

 

Dauer: 115 Minuten (mit Pause) zweite Vorstellung: 5. Oktober, 19.30 Uhr

Infokasten: Über DDC

 

Die Erfolge der Dance Destruction Crew – kurz DDC – lesen sich grandios: 1999 als vierköpfige Tanzgruppe  in Schweinfurt gegründet, mussten sich die Jungs zu Beginn jeden Schritt, jede Bewegung durch das Studium von Videos beibringen. Eine B-Boy-Szene gab es damals im Mainfränkischen schlichtweg nicht – die Jungs begründete diese. Heute zählt die Breakdance-Gruppe zu den besten der Welt: 2012 gewannen sie die Deutsche Meisterschaft, die Europameisterschaft und obenauf gleich noch die Weltmeisterschaft. Weit über die Szenegrenzen hinaus bekannt machte die DDC zunächst der Auftritt in der TV-Show „Das Supertalent“ 2010, spätestens aber die Teilnahme bei „Got o Dance“ in 2013, hier schafften es die unterfränkischen Tänzer bis ins Finale.

 

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Der Artikel ist im Main-Echo erschienen.