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Michael Clark ist seit September 2013 Chordirektor am Würzburger Mainfranken Theater.


Foto: Michaela Schneider

Großer Klang mit kleiner Gruppe

Neuer Chordirektor Michael Clark stellt sich beim Gedenkkonzert „Hoffnung“ am
9. November auf der Bühne des Mainfranken Theaters dem Würzburger Publikum vor


Von Michaela Schneider

Würzburg Es hat fast schon Symbolisches, dass Michael Clark mit dem Lohengrin sein Debüt als neuer Chordirektor am Mainfranken Theater geben durfte. Immerhin tritt er damit in ziemliche große Fußstapfen, denn der Komponist Richard Wagner selbst bekleidete hier einst als 19-Jähriger das Amt des „Choreinstudierers“. Zum ersten Mal auf der Bühne erleben können die Theaterbesucher Clark nun am 9. November, denn: Der 44-Jährige wird zusammen mit Generalmusikdirektor Enrico Calesso das Gedenkkonzert „Hoffnung“ im Mainfranken Theater gestalten.


Von Sydney über London nach Deutschland: Unterscheiden sich Musikliebhaber rund um die Erdkugel, in Metropolen und auf dem Land?

Michael Clark: Man wird als Musiker und Dirigent immer wieder überrascht. In meiner Heimat Australien kam ich während Tourneen in kleinste Städte. Die Leute haben die klassische Musik geliebt und waren total berührt, auch wenn Sie vorher vielleicht noch nie ein Orchester gesehen hatten. Natürlich gibt es gerade in Städten und Metropolen zudem ein musikalisch sehr gebildetes Publikum. Aber egal ob in Sydney, London, Pforzheim oder Würzburg: Man bietet dem Publikum ähnliche Programme an. Schauen Sie auf die Würzburger Spielsaison: Die Palette ist riesig, reicht vom Lohengrin über das Musical „Sunset Boulevard“ bis hin zu symphonischen Werken.


Bleiben wir beim Lohengrin. Sicher hat es Sie gefreut, Ihr Debüt mit einer Wagner-Oper zu geben…

Clark: Der Lohengrin ist ein Traumstück für einen Chordirektor. Er hat so viele Facetten, so viele Farben… Man muss das gut machen, man hat gar keine andere Wahl. Immerhin war Richard Wagner in Würzburg ebenfalls ein Jahr lang Chordirektor. Insgesamt befinden sich bei der Inszenierung in Würzburg 70 Leute auf der Bühne. Bei der zweiten und dritten Vorstellung stand das Publikum beim Schlussapplaus, wir haben sehr viel positive Resonanz erhalten. Das freut natürlich!


Als nächstes ist der Chor im Musical „Sunset Boulevard“. Was folgt noch?

Clark: Viel Arbeit wird Rossinis „Diebische Elster“ bedeuten, hier erwartet uns eine große Chorpartie. Ein sehr schönes Werk für den Chor bildet meiner Ansicht nach Vincenzo Bellinis La Sonnambula“. Sehr spannend für den Chor ist zudem Strawinskys „The Rakes Progress“ mit vielen Farben, viel Bewegung auf der Bühne, komischen Aspekten und auch als musikalische Herausforderung.


Worauf legen Sie bei Ihrer Arbeit als Chordirektor besonderen Wert?

Clark: Natürlich auf die Sprache, den Klang, die Dynamik und auf viele Kleinigkeiten. Vor allem will ich aber auch Freude erlauben. Arbeitet man gerne, kann man mehr erreichen. Und das Publikum merkt es – vielleicht auch nur unbewusst - und wird berührt, wenn Musik von Herzen kommt. Der aktuell 22 Mitglieder starke Chor ist aus vielen Solisten entstanden, stimmliche Qualität und Talent sind da. Ich möchte weiter daran arbeiten, mit einer kleinen Gruppe einen großen Klang zu erreichen.


Auf der Bühne sehe, werden die Würzburger Sie zum ersten Mal beim Gedenkkonzert „Hoffnung“ am 9. November. Worauf darf sich das Publikum freuen?

Clark: Enrico Calesso wird mit dem Philharmonischen Orchester Aaron Coplands „Fanfare“ und Beethovens siebte Sinfonie spielen. Und mit dem Chor des Mainfranken Theaters erklingen unter meiner Leitung die drei geistlichen Lieder aus Felix Mendelssohn Bartholdys Hymne op. 96. Es ist spannend, mit einem Opernchor Musik zu machen, die sonst eher ein Kirchenchor singt. In den drei Hymnen ist zunächst flehende Verzweiflung zu hören, dann geht der Chor ins Gebet über. Das Werk endet schließlich in Erlösung, Freude und der Rettung im großen Finale. Das Werk ist sehr theatralisch und passt wunderbar zu einem Konzert zum Thema „Hoffnung“.

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Infokasten: Das Gedenkkonzert „Hoffnung“

Erinnert wird im Gedenkkonzert „Hoffnung“ im Mainfranken Theater am 9. November um 19.30 Uhr auf der einen Seite an das dunkle Kapitel des Nationalsozialismus und der Novemberpogrome im Jahr 1938, auf der anderen Seite an den Fall der Berliner Mauer 1989 als freudiges Ereignis. Der Chor wird drei geistliche Lieder aus  Mendelssohn Bartholdys Hymne op. 96 erklingen lassen, das Philharmonische Orchester Würzburg unter dem Dirigat von Enrico Calesso spielt das Werk „Fanfare for the Common Man“ des jüdischen Künstlers Aaron Copland sowie Ludwig van Beethovens berühmte  Sinfonie Nr. 7. In A-Dur. Schauspielerin Petra Hartung wird Auszüge aus Tagebucheinträgen, Essays und literarischen Texten lesen.


Infokasten: Zur Person Michael Clark

Michael Clark stammt aus Bathurst in Australien. Bereits als Jugendlicher trat er als Pianist mit Orchester auf und gewann zahlreiche Preise. Er begann sein Musikstudium am Sydney Conservatorium of Music, mit Stipendium ging er dann nach England. In London setzte er seine Ausbildung an der Royal Academy of Music, dem Royal College of Music und dem National Opera Studio fort und begann sein Dirigierstudium. Michael Clark war musikalischer Leiter der London University Opera, der Garden Opera London und wurde als Korrepetitor an der Royal Opera Covent Garden engagiert. 1994 kam er erstmals nach Deutschland, dirigierte unter anderem an den Opernhäusern in Bremen und Pforzheim, aber auch Orchester in Bulgarien, Polen, der Tschechischen Republik und der Schweiz. Von 2006 bis 2008 war Clark am Staatstheater Nürnberg engagiert, seit 2008 ist er als stellvertretender Chordirektor an der Oper Frankfurt tätig. Seit September 2013 arbeitet der 44-Jährige als Chordirektor am Mainfranken Theater in Würzburg.

Der Artikel  ist unter anderem  im  Main-Echo erschienen.