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Studierende lernen von Menschen mit Sehbehinderung


von Michaela Schneider

Das Institut für Mensch-Computer-Medien der  Julius-Maximilians-Universität Würzburg kooperiert mit dem Berufsförderungswerk Würzburg (BFW). Zielsetzung der Zusammenarbeit: Studierende entwickeln informationstechnologische Hilfsmittel für Menschen mit Sehbehinderung. Um auf deren spezielle Bedürfnisse einzugehen, informieren sich die angehenden Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen am BFW aus erster Hand übers Handicap Sehbehinderung.


Zunächst ein Blick aufs BFW Würzburg: Das überregionale Bildungszentrum ist eines von vier Berufsförderungswerken in Deutschland, das sich auf blinde und sehbehinderte Menschen spezialisiert hat. Es verfügt über mehr als 200 Ausbildungsplätze in gut 20 verschiedenen Ausbildungsberufen sowie Berufsvorbereitungen.


Die Zusammenarbeit in der Praxis: Studierende können in Abschlussarbeiten oder Seminaren IT-Konzepte entwickeln, die Menschen mit Sehbehinderung den Alltag erleichtern sollen. Die möglichen künftigen Nutzer werden übers BFW in die Entwicklungsarbeit miteingebunden. Enrico Göbel, IT-Lehrer am BFW, weiß, wie wichtig dies ist: „Hat ein Sehender eine Idee, muss diese noch lange nicht für einen Blinden taugen.“ Das BFW erhofft sich, gemeinsam mit der Universität künftig Innovationstreiber zu sein. „Endkunden gleich miteinzubeziehen, ist in der Designbranche generell extrem wichtig“, sagt Robert Tscharn, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität. „Unsere Studierenden sollen früh mit Menschen mit Sehbehinderung konfrontiert werden und von ihnen lernen“, betont der 27-Jährige.


Und tatsächlich können sich erste Früchte der Zusammenarbeit sehen lassen: Der Student Michael Überschär etwa hat in seiner Bachelor-Arbeit eine barrierefreie Lupen- und Fernglas-App entwickelt, Nutzer können Texte vergrößern und mit Filter versehen für eine bessere Lesbarkeit.  


Ebenfalls eine spannende Idee: Ein Team arbeitete an einem Indoor-Navigationssystem fürs Smartphone, basierend auf der Technologie iBeacon. Markante Punkte in Gebäuden sind dabei mit Sendern versehen, eine Handyapp registriert die Signale. Das System könnte sehbehinderten und blinden Menschen zum Beispiel in Ämtergebäuden bei der Orientierung helfen. Bis dato nur eine Idee, soll diese nun im nächsten Schritt in Bachelorarbeiten fortgesetzt werden: Zwei Studierende werden Prototypen der Anwendungen für Android und iPhone entwickeln.

Der Artikel  ist unter anderem  iim Fachmagazin „Behinderte Menschen“ erschienen.

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