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Sportliche Herausforderung an der Orgel
Kirchenmusiker Matthias Querbach präsentiert Stück für Stück in Gottesdiensten Gesamtwerk

von Johann Sebastian Bach – Zum Schluss wird er im Jahr 2022 in zehnstündigen Bach-Marathon starten

Von Michaela Schneider

Würzburg  Manchen Kompositions-Marathon dürfte Johann Sebastian Bach absolviert haben. Das zumindest lässt der Blick auf die Fülle an Werken vermuten, die er hinterließ. Ob er jemals einen Marathon gelaufen ist: Das wissen wir nicht. Den Kirchenmusiker Matthias Querbach haben Fugen und Oratorien, Präludien und Choralbearbeitungen immerhin auf die Idee zu einem Bach-Marathon gebracht. Was es damit auf sich hat, verrät der 42-jährige Unterfranke im Interview.  Seit Beginn des Jahres leitet er den Würzburger Bachchor und ist künstlerischer Leiter der Würzburger Bachtage.


Was fasziniert Sie denn so an Johann Sebastian Bachs Musik?

Matthias Querbach: Seine Kompositionen prägen eine unglaubliche Struktur und Klarheit. Gleichzeitig vermittelt die Musik aber eine extrem hohe Emotionalität.  Diese Kombination fasziniert mich. Genau genommen habe ich aber schon seit meiner Kindheit einen hohen Bezug zu Bach. Erst lernte ich Klavier, dann Orgel. Musste ich Bach vorspielen, war ich besonders aufgeregt, weil seine Werke anspruchsvoll sind.


Mit dem Begriff Marathon verbindet man eigentlich Sport... Laufen Sie?

Querbach: Ja, ich laufe tatsächlich. Bisher bin ich allerdings nur Halbmarathons gelaufen, mein erster Marathon ist nächstes Jahr geplant.  


Ihr Bachmarathon hat aber mit Laufen nichts zu tun, nehme ich an. Worum geht es?

Querbach: Die Idee schlummert schon länger in mir. Ich wollte Bachs Werke nicht nur in Konzerten präsentieren, sondern an jenen Orten spielen, für die sie eigentlich gedacht waren: in der Kirche, in Gottesdiensten. Deshalb spiele ich seit Januar immer am ersten Sonntag im Monat – den Sommer ausgenommen - am Beginn und am Ende des Gottesdienstes ein anderes Werk von Bach. Dieses Jahr geht es um seine Präludien und Fugen, nächstes Jahr um die Choralbearbeitungen. So will ich peu à peu der Kirchengemeinde das Gesamtwerk vorstellen. Fertig sein werde ich im Jahr 2022. Und dann möchte ich als Abschluss in einem echten Bachmarathon tatsächlich sein Gesamtwerk am Stück spielen. Das wird etwa zehn Stunden dauern.   

Da sind wir schon wieder beim Sport: Das wird auch eine körperliche Herausforderung sein...

Querbach: Mit Sicherheit, sieben oder acht Stunden Üben sind nicht vergleichbar mit zehn Stunden Konzert, die zehn Stunden Konzentration abverlangen. Aber durch den Sport weiß ich, dass man für so eine Geschichte trainieren muss. Andererseits läuft man auch im Training keinen vollen Marathon, sondern vielleicht einmal 30 oder 35 Kilometer. Und erst am Ende des Wettkampfs weiß man, ob man sein Ziel auch wirklich erreichen wird.  Mal sehen, was 2022 passieren wird...


Zurück in den Gottesdienst. Bekommt die Kirchengemeinde denn überhaupt etwas mit von ihrem sechsjährigen Bachmarathon?

Querbach: Ja, denn die Kirchengemeinde erhält einen Flyer mit einer Stückbeschreibung, Erklärungen zum Aufbau und Notenauszügen. Die Resonanz ist sehr positiv. Die beiden Gottesdienste am ersten Sonntag im Monat um 9.30 und um 11 Uhr in der St.-Johannis-Kirche in Würzburg sind tatsächlich besser besucht als andere Gottesdienste. Wer einmal vorbeischauen möchte: Weiter geht es am 2. Oktober mit der Fuge C-Dur BWV 545.

Der Artikel  ist unter anderem  im Main-Echo erschienen.

Seit seiner Kindheit ist Matthias Querbach fasziniert von Johann Sebastian Bachs Musik. In einem „Bachmarathon“ will er das Gesamtwerk des Komponisten würdigen.

Foto: Michaela Schneider

Infokasten: Aus Matthias Querbachs Biographie

Matthias Querbach stammt aus dem unterfränkischen Wertheim. Auf sein Studium der Kirchenmusik in Bayreuth und Würzburg folgten Stationen in Bamberg, Offenbach und im Landkreis Ansbach. Seit 1. Oktober 2015 lebt er nun in Würzburg, am 1. Januar 2016 hat der inzwischen 42-Jährige die Leitung des Bachchors und der Würzburger Bachtage übernommen. Das Programm zu den 48. Würzburger Bachtagen vom 17. bis 27. November steht bereits im Internet unter www.bachtage-wuerzburg.de