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Adleraugen ohne Brille
Augenarzt Dr. Hans-Peter Zumbasen aus Aschaffenburg
 erklärt, wie mittels refraktiver Chirurgie Fehlsichtigkeiten behoben werden können


Aschaffenburg Kein lästige Brille mehr und keine störenden Kontaktlinsen: Mit Laseroperationen lassen sich heute mittels refraktiver Chirurgie Kurz- und Weitsichtigkeit, aber auch Hornhautverkrümmungen im minutenschnellen Eingriff beheben. Wie sicher und dauerhaft aber sind die Laser-OPs tatsächlich? Einer, der die Entwicklung seit Jahrzehnten beobachtet, ist der 64-jährige Dr. Hans-Peter Zumbasen, Augenarzt an der Augenklinik Aschaffenburg, die pro Jahr rund 500 Laser-Behandlungen vornimmt. Seit 30 Jahren führt Zumbansen Augen-Laser-Operationen durch.


Seit  mehr als 30 Jahren lasern Sie – seit wann gibt es denn eigentlich Laser-Operationen?

Hans-Peter Zumbasen: Operationen mit dem Argon-Laser gibt es seit 1980,mit dem Excimer-Laser- seit 1987. Aber auch davor gab es schon die Möglichkeit, Fehlsichtigkeiten dauerhaft zu beheben, indem künstliche Linsen in die Augen implantiert werden. Dies geschieht bereits seit den 50er Jahren. Einen Aufschwung erlebte die Implantationstechnik in den 80er Jahren und wird bis heute äußerst erfolgreich angewendet.


Unterschieden wird beim Lasern zwischen drei Methoden. Können Sie diese kurz erklären?

Zumbasen:  Fangen wir mit der PRK als der ältesten Methode an. Dabei wird zunächst die Epithelschicht an der Hornhautoberfläche entfernt, dann wird mit dem Laser das erforderliche Hornhautgewebe abgetragen. Dadurch verändert sich die Hornhautbrechkraft und die Fehlsichtigkeit wird korrigiert. Bei der so genannten LASIK-Methode indes, ein invasives OP-Verfahren, wird ein dünner Hornhautdeckel präpariert und aufgeklappt. Der Laser trägt Gewebe inmitten der Stützschicht ab, dann wird dieser Hornhautdeckel wieder zurückgeklappt.  Seit 2010 arbeiten wir sehr erfolgreich mit der nichtinvasiven Trans-PRK-Methode. Ohne Eingreifen des Operateurs führt der Laser allein die nötigen Arbeitsschritte  an der Hornhautoberfläche aus.


Klingt nach einem flotten Eingriff…

Zumbasen: Bei der Trans-PRK befindet sich der Patient knapp zehn Minuten im Operationssaal, der Eingriff selbst dauert nur etwa 40 bis 70 Sekunden. Das geht extrem schnell und der Patient kann danach gleich wieder nach Hause gehen. Bis man wieder gut sieht, dauert es etwa drei Tage. Die LASIK dauert drei bis fünf Minuten, schon am nächsten Tag sieht man wieder gut.


Wie steht es um Nebenwirkungen?

Zumbasen: Es kann zu trockenen Augen und einer erhöhten Blendungsempfindlichkeit kommen, diese Nebenwirkungen können nach einer Woche wieder vorbei sein, im Extremfall aber bis zu vier Monate dauern. Ungefähr eine Woche lang müssen antibiotische Augentropfen genommen werden.


 Tut der Eingriff selbst weh?

Zumbasen: Ein einziger Tropen reicht aus, um das Auge komplett zu betäuben, so dass der Patient überhaupt nichts spürt. Der Laser arbeitet dabei extrem präzise. Hergestellt wird er übrigens gar nicht weit entfernt von hier, nämlich von der Firma Schwind in Kleinostheim. Tatsächlich, nach Meinung Vieler, produziert diese den fähigsten aller Laser, der sich derzeit auf dem Markt befindet.


Was macht den Laser aus Kleinostheim so besonders?

Zumbasen: Mit diesem ist das Risiko einer Fehlbehandlung sehr gering, denn: Eine intelligente Erkennungssoftware – ein so genannter Eyetracker - gleicht unerwünschte Augenbewegungen während eines Eingriffes aus. Außerdem arbeitet er extrem schnell und hornhautgewebeschonend. Im Übrigen wird das Auge des Patienten während der OP nicht berührt.


Wie hoch ist die Chance, dass ich nach einer Laserbehandlung scharf sehe?

Zumbasen: Der Wunsch des Adlerauges ist erreichbar – allerdings variieren die Ergebnisse bei der Behandlung von Kurz- und Weitsichtigkeiten. Bei der Behandlung einer Kurzsichtigkeit kann man heute davon ausgehen, , dass bereits beim ersten Eingriff  die beste Sehleistung und Zufriedenheit erreicht wird. Bei hohen Weitsichtigkeiten sind gelegentlich weitere Behandlungen erforderlich.


Kann jeder Patient mit einer Fehsichtigkeit seine Augen lasern lassen?

Zumbasen: Nein, eine gründliche Voruntersuchung und Beratung ist sehr wichtig. Die Fehlsichtigkeit muss innerhalb des laserfähigen Bereiches zwischen minus 8,0 bis plus 4,0 Dioptrien liegen. Das Auge muss gesund sein und ein entsprechender Leidensdruck bestehen. Gerade bei einer höheren Weitsichtigkeit kommt es nicht selten vor, dass der Arzt dem Patienten eine andere Methode empfiehlt, hier bietet sich unter Umständen eher die Implantation künstliche Linsen  an. Eine sehr wichtige Voraussetzung ist zudem eine stabile Ausgangslage. Eine Operation wird nur bei Patienten durchgeführt, bei denen sich die Augen nicht weiter verändern. Die Dioptrien-Werte sollten seit  etwa zwei Jahren unverändert geblieben sein. Ausnahme: Ein Patient ist so fehlsichtig, dass eine angestrebte Berufsausbildung oder Berufsaufnahme auf Grund zu hoher Brillenwerte  nicht möglich ist. Dann kann dem mittels Operation erfolgreich abgeholfen werden. Eine eventuelle Nachbehandlung zu späterer Zeit wird hierbei in Kauf genommen.


Was kostet eine Laser-Operation?

Zumbasen: zwischen 2000 und 4500 Euro – je nach Klinik. Ein Vergleich und eine zweite medizinische Meinung empfiehlt sich also immer. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten für eine Augenlaser-Operation nicht.


Brauche ich nach dem Augenlasern nie mehr eine Brille?

Zumbasen: Nein, das kann man so nicht sagen. Eine Altersweitsichtigkeit wird später trotzdem entstehen, die Lesebrille in späteren Jahren wird einem bleiben.  Zudem kann es zu einer Regression, also einer Rückentwicklung kommen, aber nur im sehr begrenzten, meist zu vernachlässigendem Umfang. Die extremen Werte wie vor der Operation werden nicht mehr erreicht.



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Der Artikel ist im  Magazin „Gesundheit“ erschienen.

Infokasten: Informationsabende „Sehen ohne Brille“


Einmal im Monat veranstaltet die Augenklinik Aschaffenburg Informationsabende, bei denen die verschiedenen Möglichkeiten des „Sehens ohne Brille“ vorgestellt werden. Detailliert werden die einzelnen Korrekturmethoden von Fehlsichtigkeiten erörtert. Ein Anmeldeformular zu den Informationsabenden findet sich auf der Internetseite der Klinik: http://www.augen-ab.de/augen-laser-zentrum.html